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Karstadts Schutzschirm bereitet 250 Angestellten im Saarland Sorgen

250 Beschäftigte im Saarland : Karstadts Schutzschirm bereitet Angestellten Sorgen

Spätestens seit Dienstag ist klar, dass die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof in ernsthaften Schwierigkeiten steckt. Der Konzern gab bekannt, wegen der Auswirkungen der Corona-Krise ein sogenanntes Schutzschirmverfahren zu durchlaufen.

Dabei handelt es sich um eine Form des Insolvenzverfahrens, das der bisherigen Geschäftsführung die Möglichkeit einräumt, das Unternehmen selbstständig zu sanieren. Im Saarland gibt es insgesamt drei Filialen der Kette, zwei in Saarbrücken und eine in Neunkirchen. „Den Beschäftigten bereiten die aktuellen Vorgänge große Sorgen“, erklärt Thomas Müssig von der Gewerkschaft Verdi.

Die ungefähr 250 saarländischen Mitarbeiter fürchteten etwa, dass das versprochene Insolvenzgeld ausbleibt oder dass der Standort Neunkirchen wegen ausbleibender Mietzahlungen komplett geschlossen wird, berichtet Müssig. Auch dass die Kündigungsfrist bei einem Insolvenzverfahren auf drei Monate verkürzt sei, befeuere die Sorgen. „Dass solche Ängste in den Köpfen sind, liegt auch daran, dass das Unternehmen nur über die Presse kommuniziert, aber nicht direkt mit der Gewerkschaft“, sagt Müssig.