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Junge Arbeitnehmer finden das Saarland unattraktiv

Junge Arbeitnehmer finden das Saarland unattraktiv

Jeder zweite saarländische Arbeitnehmer unter 26 Jahren kennt Gründe, das Land zu verlassen. Dieser hohe "Abwanderungsdruck" ist ein Teilergebnis der aktuellen Beschäftigungsumfrage der Arbeitskammer des Saarlandes (AK), die sie gestern vorstellte. Auch unter den 26 bis 35-Jährigen liegt der Anteil mit 33,3 Prozent hoch. Vor allem bessere Karriere- und Verdienstmöglichkeiten in anderen Bundesländern seien die Ursache. "Den größten Handlungsbedarf sehen wir bei den Einkommen, der Qualifikation, dem Arbeits- und Gesundheitsschutz und der Arbeitsintensität", sagte AK-Vorstandsvorsitzender Hans Peter Kurtz. Auch mehr Investitionen in die betriebliche Altersvorsorge seien wichtig.

Oskar Lafontaine, Fraktionsvorsitzender der Linken, forderte angesichts der Umfrage-Ergebnisse mehr qualifizierte Arbeitsplätze. "Es rächt sich, dass seit Jahren keine nennenswerte Industrieansiedlung im Saarland erfolgt ist."