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Jahresbilanz 2019: Saarstahl und Dillinger machen Millionen Verluste

Jahresbilanz 2019 vorgestellt : Mehr als 240 Millionen Verlust bei Dillinger und Saarstahl

Millionenverluste im dreistelligen Bereich haben die saarländischen Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl 2019 gemacht. Am geplanten Sparkurs halte man fest, teilten die Vorstände heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit.

Die Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl haben 2019 dreistellige Millionenverluste gemacht. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von Saarstahl beträgt Minus 127,6 Millionen Euro. Dillinger hat 116,1 Millionen Euro Verlust gemacht. Die Umsatzerlöse sind stark gesunken und lagen jeweils mit 2,2 Milliarden bei Saarstahl und über zwei Millarden Euro bei Dillinger unter dem Vorjahr.

„Uns haben die strukturellen und konjunkturellen Probleme auf dem Stahlmarkt empfindlich hart getroffen. Die Ergebnisse blieben hinter unseren Erwartungen zurück“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Saarstahl und Dillinger, Tim Hartmann, bei der gemeinsamen Jahrespressekonferenz am Dienstag. Neben dem Rückgang der Mengen und Umsatzerlöse, sei dies auf konjunkturelle Schwächen zurückzuführen. „Außerdem wirkten sich die deutlich höheren Rohstoffbeschaffungspreise einschließlich der Kostenbelastungen durch den CO2-Emissionszertifikatehandel negativ aus“, so Hartmann weiter.

Vor diesem Hintergrund seien die angekündigten Sparmaßnahmen dringend nötig. Ende 2019 war bekannt geworden, dass 1500 Stellen abgebaut und weitere 1000 ausgelagert werden (wir berichteten).

Die Ausbreitung des Coronavirus verstärke die bereits große Unsicherheit spürbar. „Die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und unsere Unternehmen sind derzeit schwer absehbar, zeichnen sich aber als massiv ab“, teilten die beiden Unternehmergruppen mit.