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Italien stützt Krisenbank

Italien stützt Krisenbank

Die italienische Regierung hat ein Rettungspaket für die angeschlagene Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena beschlossen. Das Kabinett erließ ein Notfall-Dekret, das die Bildung eines Fonds mit Mitteln in Höhe von 20 Milliarden Euro anordnet, heißt es in einer Mitteilung der Regierung. Auch andere Krisenbanken im Land sollen mit dem Geld gestützt werden..

Brüssel zeigte sich offen für die Rettungsversuche. Unter gewissen Auflagen sei eine "vorsorgliche Rekapitalisierung" möglich, erklärte ein Sprecher der EU-Kommission. Es gebe bereits "enge und konstruktive Kontakte" zur Ausarbeitung eines Sanierungsplans. Die Hilfen müssten von der EU-Kommission genehmigt werden.

Das Ziel der Intervention des Staates sei, die Ersparnisse von Bürgern so weit wie möglich zu schützen und Italiens Bankensektor zu stärken, sagte Ministerpräsident Paolo Gentiloni.

Eine Intervention des Staates bedeutet die faktische Verstaatlichung des Geldhauses, das als älteste Bank der Welt gilt. Monte dei Paschi ist bereits seit geraumer Zeit wegen fauler Kredite in Schieflage.