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In Gesundheitsberufen und am Bau sind noch viele Stellen frei.

Weniger offene Stellen : Die Zahl der offenen Stellen geht bundesweit zurück

Jahrelang kannte die Zahl der offenen Stellen nur die Richtung nach oben. Inzwischen ist jedoch die Rekordjagd gestoppt. Erste Firmen zögern mit der Ausweitung ihrer Belegschaften. Von einer Jobkrise ist Deutschland allerdings nach der Einschätzung von Experten noch meilenweit entfernt.

Nach jüngsten Untersuchungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg hat sich zum  zweiten Mal in Folge die Nachfrage nach Arbeitskräften stärker abgeschwächt. Die Bundesagentur  beruft sich auf ihren Stellenindex BA-X für den Monat Mai. Die Zahl offener Stellen bleibt demnach weiterhin auf hohem Niveau, werde aber schwächer. Der entsprechende Wert, den BA-Experten allmonatlich auf Basis der gemeldeten offenen Jobs berechnen, sank im Mai von 251 auf 248 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Wert um sechs Punkte zurück. Als Grund für die Abschwächung sehen Arbeitsmarktforscher die schwächere Konjunktur.

Als vergleichsweise noch immun gegenüber der Konjunkturschwäche zeigt sich demnach das Gesundheits- und Sozialwesen. Auch in der Baubranche gebe es nach wie vor viele freie Stellen. Rückläufig seien dagegen die Stellenmeldungen im Verarbeitenden Gewerbe und in der Verkehr- und Logistikbranche. Auch Zeitarbeitsunternehmen hätten nicht mehr so viele offene Stellen wie noch vor ein paar Monaten. Die absolute Zahl der freien Jobs will die Bundesagentur erst zusammen mit den Mai-Arbeitslosenzahlen am heutigen Mittwoch veröffentlichen.

Auch im Saarland hat der regionale Stellenindex der Bundesagentur abgenommen. Er sank im Mai um sechs auf 227 Punkte. Der Vorjahreswert wurde damit um 18 Punkte unterschritten. Der Stellenindex bildet zugleich die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ab als auch die Entwicklung der Nachfrage nach Arbeitskräften auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Den höchsten Personalbedarf an der Saar gibt es in den  Bereichen Zeitarbeit, Gesundheits- und Sozialwesen, dem Handel, dem Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bauwesen. Nach Expertenprognosen ist die Zahl der Jobsucher im Mai bundesweit um 65 000 auf 2,164 Millionen gesunken. Das wären 150 000 weniger als vor einem Jahr. Einige der von der Deutschen Presseagentur befragten Volkswirte deutscher Großbanken gehen sogar von einem etwas stärkeren Mai-Rückgang aus. Die Chefs der 156 Arbeitsagenturen rechnen aber in den kommenden drei Monaten mit einer leichten konjunkturbedingten Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt.