Immer mehr Kunden beschweren sich über mangelhafte Postdienste

Bilanz der Bundesnetzagentur : Mehr Beschwerden über Postdienste

Verspätete Pakete, falsch zugestellte Briefe oder lange Wartezeiten am Schalter – immer mehr Bürger machen ihrem Ärger über die Deutsche Post und deren Wettbewerber Luft.

Die Zahl der Beschwerden bei der Bundesnetzagentur habe sich in diesem Jahr auf 11 830 fast verdoppelt, teilte die Regulierungsbehörde mit. 2017 waren es noch 6100 gewesen, 2016 nur rund 3900.

Die Kritik zielt vor allem auf die Deutsche Post DHL, aber auch auf Konkurrenten wie die Paketdienstleister Hermes oder DPD. Die Bundesnetzagentur betonte, gemessen am Gesamtvolumen seien es aber noch relativ wenige Beschwerden.

Die Hälfte der Beschwerden bezieht sich auf Briefe, ein Drittel auf Pakete. Beim Rest geht es etwa um Schlangen in Postfilialen oder unpassende Öffnungszeiten. Im Paketgeschäft hat die Deutsche Post DHL etwa 44 Prozent des Gesamtmarktes in Deutschland, die übrigen Anteile entfallen auf Rivalen wie Hermes, DPD und GLS. Der Marktanteil entspricht in etwa auch dem Anteil an den Beschwerden.

(dpa)
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