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IHK verabschiedet Präsident Richard Weber

IHK-Abschied : IHK verabschiedet Richard Weber

21 Jahre lang hat Richard Weber die IHK Saarland geführt. Jetzt wurde er mit einem Festakt feierlich verabschiedet.

Mit einem Festakt in der Saarbrücker Congresshalle hat die saarländische Industrie und Handelskammer (IHK) ihren langjährigen Präsidenten Richard Weber verabschiedet. 21 Jahre lang hatte er die IHK im Saarland geführt. Mitte des Jahres war er nicht wieder in die neue Vollversammlung gewählt worden und hatte daraufhin das Präsidentenamt niedergelegt.

Sein Nachfolger Hanno Dornseifer würdigte die Amtszeit gestern bei der Verabschiedung als einen Rekord: 21 Jahre IHK-Präsident und 28 Jahre Vollversammlungsmitglied –  das habe in der 154-jährigen IHK-Geschichte sonst keiner geschafft. Dornseifer hob dabei besonders Webers Einsatz für die Saar-Wirtschaft hervor. Vor allem habe dieser die Kammer von einer Verwaltungsorganisation in ein „serviceorientiertes Dienstleistungszentrum für die mehr als 56 000 Mitgliedsunternehmen“ umgebaut. Auf Webers Konto geht aber auch die Veranstaltungsreihe IHK Regional, die längst von anderen Kammern in Deutschland übernommen worden ist. Außerdem hat die IHK sich unter seiner Ägide für eine einheitliche Marketing-Strategie eingesetzt. Diese wird von der regionalen Wirtschaft mitgetragen und auch finanziert.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, lobte vor allem das Europa-Engagement Webers, der auch Präsident der europäischen Kammer Euro­chambres in Brüssel ist: „Sie binden die Menschen ein, integrieren und begeistern – gerade für Europa“, sagte er. Und betonte angesichts der aktuellen Diskussionen über Freihandel und Protektionismus noch einmal die Bedeutung des europäischen Marktes: „Die konkreten Vorteile des Binnenmarktes für das Leben jedes Einzelnen müssen gerade wir Unternehmer klarer machen.“ Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) lobte Webers „Engagement, Kreativität und Weitblick“, mit dem er den Wirtschaftsstandort geprägt und positiv beeinflusst habe. „Für die Landesregierung war er stets ein unverzichtbarer und verlässlicher Partner, wenn es darum ging, den Strukturwandel voranzutreiben.“

Weber selbst sagte zu dem Lob: „Meine Arbeit für die IHK war nicht perfekt, aber leidenschaftlich.“ Erbleibt der IHK auch weiterhin verbunden – als  Ehrenpräsident.