Handelskonflikte bremsen Maschinenbaubranche

Konjunktur : Handelskonflikte bremsen Maschinenbaubranche

Die internationalen Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur haben Deutschlands Maschinenbauern den Jahresauftakt verdorben. Verunsicherte Kunden hielten sich mit Bestellungen zurück, teilte der Branchenverband VDMA gestern mit.

In den ersten drei Monaten gingen bei der exportorientierten deutschen Schlüsselindustrie preisbereinigt zehn Prozent weniger Aufträge ein als im Vorjahreszeitraum.

Hinzu kamen im ersten Vierteljahr Sonderbelastungen im Inland wie die Schwäche der Autoindustrie, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Ein Teil der Sondereffekte dürfte sich auflösen. Ob es sich insgesamt um eine Delle, oder um eine längerfristige Abwärtsbewegung handelt, ist nach Einschätzung Wiechers derzeit schwer abzuschätzen. Für beides gebe es gute Gründe.

Für das laufende Jahr rechnete der VDMA zuletzt mit einem Wachstum der Produktion, bereinigt um Preiserhöhungen, von einem Prozent. Ursprünglich hatten die Maschinenbauer ein Plus von zwei Prozent erwartet. Im Maschinenbau arbeiten mehr als 1,3 Millionen Menschen.

(dpa)