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Hängepartie bei Saar-LB bleibt

Hängepartie bei Saar-LB bleibt

Ernennung des Nachfolgers von Vorstandschef Werner Severin zieht sich weiter hin.

Die Entscheidung über den neuen Saar-LB-Chef zieht sich hin. Auch weiterhin können sich die Eigner der Bank, der Sparkassenverband und die Landesregierung, nicht auf einen Nachfolger für den amtierenden Vorstandschef Werner Severin einigen. Severin scheidet im Sommer aus. Das Saarland hält 74,9 Prozent der Anteile, der Sparkassenverband 25,1 Prozent.

Beide Parteien befänden sich in der Frage der Besetzung in einem engen Beratungs- und Abstimmungsprozess, teilte Finanzminister Stephan Toscani (CDU) gestern auf Anfrage mit. "Dieser Beratungsprozess ist noch nicht abgeschlossen." Die Entscheidung solle aber noch vor der Landtagswahl fallen.

Der Sparkassenverband hat sich in der Nachfolgefrage klar positioniert. Für Sparkassen-Präsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider ist der Vorstandsvize Gunar Feth der richtige Mann. Er war 2015 von der Kreissparkasse Saarpfalz zur Landesbank gekommen. Im aktuellen Auswahlverfahren tritt Feth gegen einen externen Kandidaten an. Verhandlungskreisen zufolge sollen beide Kandidaten ähnliche Qualifikationen haben. Hoffmann-Bethscheider führt mehrere Argumente für Feth ins Feld: "Er erfüllt alle Voraussetzungen, ist eingearbeitet und wäre ohne Zeitverzug einsatzbereit." Außerdem ließe sich bei einer Wahl Feths auch ein Vorstandsposten einsparen. "Ein nicht unwesentlicher finanzieller Aspekt."

Bei den Verhandlungen geht es nach Informationen aus banknahen Kreisen auch um eine stärkere finanzielle Beteiligung der Sparkassen bei der Saar-LB. Das Land möchte die Sparkassen so stärker in die Verantwortung nehmen.