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Ford in Saarlouis und ZF in Saarbrücken lassen Pendeler aus Grand Est zu Hause

Kostenpflichtiger Inhalt: Corona lähmt die Wirtschaft : Ford und ZF lassen Pendler aus Grand Est zu Hause

Die ZF gewährt ihren Mitarbeitern aus der französischen Region Grand Est bis auf Weiteres keinen Zutritt auf das Gelände ihrer Werke im Saarland.

Der Technologiekonzern setzt damit die Empfehlung von Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans um, der Pendlern aus dem Risikogebiet Grand Est am Freitagmorgen empfohlen hat, zu Hause zu bleiben und nicht zur Arbeit über die Grenze ins Saarland zu kommen. „Für ZF hat weiterhin die Sicherheit und Gesundheit der Belegschaft höchste Priorität“, sagt Alexander Wortberg, Werkleiter in Saarbrücken. „In enger Abstimmung mit den Behörden und der Arbeitnehmervertretung und im Gleichklang mit anderen saarländischen Unternehmen reagieren wir damit auf die sehr dynamische Entwicklung bezüglich der Verbreitung des Coronavirus.“ Die neue Regelung greift erstmals zur Nachtschicht am heutigen Abend, Freitag, 13. März 2020. Insgesamt beschäftigt ZF am Standort Saarbrücken rund 9000 Mitarbeiter, etwa 1000 von ihnen kommen aus den französischen Nachbarregionen als Pendler zu ZF, rund 700 davon sind in der Produktion eingesetzt. Alle Mitarbeiter am Standort Saarbrücken werden nun schnellstmöglich über sämtliche Kommunikationskanäle über die zusätzlichen Schutzmaßnahmen informiert. Die vorübergehend ausfallenden Produktionsmitarbeiter aus der Region Grand Est sollen durch Ferien- und Aushilfskräfte, Wochenend-Aushilfen, Zeitarbeiter, Auszubildende und Mitarbeiter des Kundendiensts ersetzt werden. „Mit unserer flexibel einsetzbaren und sehr solidarisch agierenden Belegschaft werden wir alles daran setzen, den Produktionsbetrieb in unserem Werk ohne unsere hochqualifizierten Mitarbeiter aus der Grenzregion aufrecht zu erhalten und unsere Kunden verlässlich zu beliefern.“Ähnlich hat sich die Ford in Saarlouis entschieden: „Unsere ca. 800 Mitarbeiter aus Grand Est werden vorläufig Zuhause bleiben, womit wir der Empfehlung des Ministerpräsidenten folgen. Dies gilt zunächst für Montag, den 16. März. Am Montag werden dann weitere Schritte besprochen. Aufgrund dessen werden wir am Montag im Einschicht-, statt wie sonst im Zweischichtbetrieb produzieren. Zudem gilt in Saarlouis wie an unseren anderen Standorten auch, dass alle Mitarbeiter, die die Möglichkeit haben von Zuhause aus zu arbeiten, dies bis auf weiteres auch tun sollen“,teilte Sprecher Marko Belser mit.