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Flughafen Luxemburg im Steigflug

Flughafen Luxemburg im Steigflug

Der Flughafen Luxemburg hat im vergangenen Jahr seinen Höhenflug fortgesetzt und erzielte als einziger Airport der Großregion ein kräftiges Passagierwachstum. Erstmals in seiner Geschichte wurde die Marke von drei Millionen Passagieren übersprungen (3,02 Millionen). Damit legte der am Stadtrand der Hauptstadt im Ortsteil Findel gelegene Flughafen ein Wachstum von gut zwölf Prozent gegenüber 2015 hin. Das Plus beruht vor allem auf der verstärkten Präsenz von Billigfluggesellschaften wie Easyjet und Ryanair . Insgesamt nahmen 2016 fünf neue Gesellschaften Abflüge aus Luxemburg auf. Platzhirsch ist aber immer noch die einheimische Fluggesellschaft Luxair mit 1,73 Millionen Passagieren (plus 2,4 Prozent) und einem Anteil von 57 Prozent beim Passagieraufkommen, gefolgt von Lufthansa und Easyjet.

Der kriselnde Hunsrück-Flughafen Frankfurt-Hahn verzeichnete ein leichtes Minus beim Passagieraufkommen mit 2,609 (2015: 2,665) Millionen. Hauptanbieter ist dort die irische Gesellschaft Ryanair . Der lothringische Flughafen Metz-Nancy-Lorraine musste einen zehnprozentigen Rückgang auf rund 230 000 (2015: 255 400) Passagiere hinnehmen. Der Flughafen Saarbrücken meldete für das vergangene Jahr einen Rückgang von rund sieben Prozent auf rund 440 000 (2015: 468 600), unter anderem wegen des Einbruchs im Türkei-Touristik-Verkehr.

Meinung:

Zu viele buhlen um Passagiere

Von SZ-Redakteur Volker Meyer zu Tittingdorf

Von solch einem Passagier andrang kann der Flughafen Saarbrücken nur träumen. Seit Ryanair und Easyjet in Luxemburg-Findel ihr Angebot ausweiten, boomt dort der Flugverkehr. Findel ist damit eindeutig die Nummer 1 der Flughäfen in der Region, zumal die Konkurrenz schwächelt. Auch nach der Schließung des Zweibrücker Airports zeichnet sich damit ab, dass die Region noch zu viele Flughäfen hat. Am wenigsten Perspektive hat offenbar der kleine Flughafen Metz-Nancy-Lorraine. Die Zukunft von Hahn ist wegen seines hohen Defizits und des anstehenden Verkaufs gänzlich ungewiss. Doch auch Saarbrücken hat es nicht leicht, sich im Wettbewerb zu behaupten. Auch hier drücken Verluste, die sich nur wie geplant auf null zurückfahren lassen, wenn der Zuspruch der Menschen in der Region nicht weiter sinkt.