Steuer auf Ablösesummen Fiskus profitiert von Transfer-Millionen im Fußball

Saarbrücken · (mzt) Bis zu 140 Millionen Euro für Ousmane Dembèlé, 222 Millionen für Neymar. Der Transfermarkt drehte in diesem Sommer durch. Die Ablösesummen schossen in phantastische Höhen – auch in der Bundesliga. Doch ganz abgehoben von der Wirklichkeit ist das Millionen-Spiel des Fußballs doch nicht. Die staatlichen Steuerbehörden bitten die Vereine bei Transfergeschäften zu Kasse. „Die Besteuerung der Fußballvereine und der Fußballer richtet sich nach den allgemeinen Besteuerungsgrundsätzen“, teilt das Bundesfinanzministerium auf Anfrage mit. „Die exklusive Nutzungsmöglichkeit an dem Spieler“ wird steuerlich als immaterielles Wirtschaftsgut gewertet. Vereine, die einen Spieler kaufen, können die Ablösesumme als Betriebsausgaben abziehen. Bei dem Verein, der den Spieler abgibt, stellt die Ablösesumme eine Betriebseinnahme dar, die der Steuer unterliegt.

Bei Transfers im Inland werde auch  Mehrwertsteuer von 19 Prozent fällig, so das Ministerium. Komplizierter wird das Ganze, wenn ein ausländischer Verein Partner des Spieler-Deals ist. Im Grundsatz gilt dabei, dass Umsatzsteuer in Deutschland fällig wird, wenn ein hiesiger Verein einen Fußballer gegen eine Transfersumme engagiert.