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Ex-Chef der Mediengruppe Saarbrücker Zeitung, Uwe Jacobsen, ist tot

Verlagsmanager mit Herz und Seele : Früherer SZ-Chef Jacobsen ist tot

Der langjährige Vorsitzende der Geschäftsführung starb im Alter von 83 Jahren.

Der langjährige Vorsitzende der Geschäftsführung der Mediengruppe Saarbrücker Zeitung, Uwe Jacobsen, ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren. Von 1979 bis 1999 gehörte der gebürtige Kieler der SZ-Geschäftsführung an, davon zehn Jahre als ihr Vorsitzender. Druckerschwärze hatte er im Blut, seitdem Uwe Jacobsen mit 13 Jahren als Laufbursche in einer Druckerei anfing. Doch der gebürtige Kieler arbeitete sich rasch hoch und war zum Schluss Direktor beim Weser Kurier in Bremen, bevor er bei der SZ anheuerte. Damals war das Unternehmen noch auf das Saarland konzentriert. Mit großer Tatkraft ging er ans Werk und machte den saarländischen Zeitungsverlag zu einer erfolgreichen internationalen Unternehmens-Gruppe. Marksteine waren unter anderem der Kauf der Lausitzer Rundschau in Cottbus sowie der Erwerb von 100 Prozent der Anteile am Trierischen Volksfreund. Ihm war außerdem die Verschmelzung der saarländischen Anzeigenblätter gelungen.

In Jacobsens Zeit fiel ferner der Ausbau der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union (EU). Zunächst wickelte die SZ Druckaufträge für die EU ab, später kamen Textverarbeitung und Übersetzung hinzu. Daraus entstand die Luxemburger Firmengruppe Euroscript, die heute Amplexor heißt und sich zu einem international tätigen IT-Haus weiterentwickelt hat, das sich auf Sprachdienstleistungen, Inhalte- und Dokumentenmanagement spezialisiert hat.

Nachdem Jacobsen aus der SZ-Geschäftsführung ausgeschieden war, blieb er dem Unternehmen als Aufsichtsratsmitglied noch lange Jahre eng verbunden. Daneben gehörte er dem Verwaltungsrat der Saarländischen Wochenblatt Verlagsgesellschaft und dem Treuhand-Aufsichtsrat der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft an.

Jacobsens private Leidenschaft war das Segeln. Er durchstreifte mit seinem Segelboot, der „Tom Kyle“, nicht nur das Mittelmeer und den Atlantik. Er engagierte sich auch für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.