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Europäische Flugzeuge werden mit 15 Prozent US-Strafzoll belegt

EU will Verhandlungen aufnehmen : USA verschärfen Strafzölle auf europäische Flugzeuge

Die USA erhöhen nach eigenen Angaben ihren Strafzoll auf Flugzeuge aus Europa ab dem 18. März von zehn auf 15 Prozent. Hintergrund sind rechtswidrige EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus.

„Wir nehmen die US-Entscheidung zur Kenntnis“, sagte ein Sprecher der EU-Kommssion. Der Fokus sollte aus Sicht der Brüsseler Behörde nun darauf liegen, „eine Verhandlungslösung für den Flugzeugstreit auf der Grundlage konkreter EU-Vorschlage zu bestehenden Subventionen und künftigem Verhalten in diesem Sektor zu finden“. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, die US-Ankündigung „sorgfältig analysieren“ zu wollen.

Die Welthandelsorganisation WTO hatte Washington Ende 2019 das Recht erteilt, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben. Hinter dieser Möglichkeit bleibt die auf Flugzeuge beschränkte Anhebung auf 15 Prozent deutlich zurück. Die EU ihrerseits wartet auf eine Entscheidung der WTO zu unerlaubten Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing. Ein Schlichter soll in den kommenden Monaten die Höhe erlaubter EU-Vergeltungszölle festlegen.