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Eurodata bringt Durchblick in Datenströme

Eurodata bringt Durchblick in Datenströme

Der Saarbrücker IT-Dienstleister unterstützt mehr als 50 000 Kunden bei ihren Betriebsabläufen.

Die Digitalisierung bietet enorme Chancen, denn sie ermöglicht in Folge der Verfügbarkeit bisher nicht gekannter Datenmengen die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für den Mittelstand. Diese Ansicht vertritt Uwe Richter, Vorstandsvorsitzender des in Saarbrücken ansässigen IT-Dienstleisters Eurodata.

Das Unternehmen mit insgesamt 500 Mitarbeitern an mehreren europäischen Standorten, darunter 300 Angestellten am Stammsitz Saarbrücken, betreut über 50 000 Kunden im In- und Ausland. Das Angebot umfasst cloud-basierte Software-Lösungen für Handelsnetze, Steuerberater sowie kleine und mittlere Unternehmen. Ein Schwerpunkt liegt in der Installation von Industrie-4.0-Konzepten in Betrieben. Eurodata Smart-Service-Lösungen ermöglichen die Auswertung der Datenströme in der Produktion und tragen zur Optimierung von Betriebsabläufen bei.

Für die Deutsche Bahn haben die IT-Dienstleister zum Beispiel ein neues Logistik-System entwickelt, das kürzere Be- und Entladezeiten bringt. Es ermöglicht die elektronische Überprüfung der Warenströme mit allen Transportwegen. Die hierzu neue Technik setzt Eurodata seit einem Jahr ein. In diesem Jahr sollen weitere Produkte und Dienstleistungen folgen. Dafür kann sich Richter strategische Zukäufe von Kooperationspartnern vorstellen - etwa in den Niederlanden und Skandinavien.

Das stärkste Wachstum erwartet Richter in einem anderen Markt. "Der Bedarf kleiner und mittelständischer Unternehmen hinsichtlich einer cloud-basierten Lohnabrechnung wird ebenso zunehmen wie der Wunsch nach zuverlässigen Zeiterfassungssystemen und Personaleinsatzplanungs-Tools." Entsprechende Software-Lösungen betreibt das Unternehmen im eigenen Hochleistungsrechenzentrum.

Saarbrücken bleibt Richter zufolge der Hauptstandort, zumal man an den Hochschulen IT-Fachkräfte finden könne. Eurodata engagiert sich auch selbst mit Stipendien. "Unser Vorteil ist, dass wir als großes Software-Haus an der Saar gesicherte Arbeitsplätze bieten können und die Fluktuation der Mitarbeiter bei nahezu Null liegt", sagt Vorstand Dieter Leinen.

Man arbeite seit Jahrzehnten in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Staaten und Afrika auch eng mit Mineralölgesellschaften zusammen, sagt Leinen. Betreut wird das Abrechnungs- und Controllingsystem für Tankstellenbetreiber inklusive der Abwicklung von Schadensfällen. Über 10 000 Tankstellen im In- und Ausland nutzen das Eurodata-System. Das Unternehmen gehört zur ETL, der größten deutschen Steuerberatungsgesellschaft. Die Eurodata-Gruppe erzielte im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Umsatz von über 50 Millionen Euro.

www.eurodata.de