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Zema : Eine Millionen-Investition in die Zukunft

Zema : Eine Millionen-Investition in die Zukunft

Das Saarbrücker Forschungsinstitut Zema präsentierte gestern seine kernsanierte Erweiterungshalle.

Futurisisch sieht sie aus. Die neu eröffnete Halle Zehn des Zentrums für Mechatronik und Automatisierungstechnik, kurz Zema. Zwei weiße kastenförmige Roboter rollen über den spiegel­glatten Fußboden, etwas ungelenk umfahren sie Tischbeine, Menschen und andere Hindernisse, die ihre Wege kreuzen. Einer kommt nur wenige Millimeter hinter den Waden eines Kaffee trinkenden Mannes zum Stehen. Neben den beiden Robotern laufen zwei Männer. Sie tragen Anzüge und 3D-Brillen, über Handzeichen kommunizieren sie mit den beiden rollenden Kästen.

 Ein knappes Jahr hat die Komplettsanierung der 18 000 Quadratmeter großen Halle gedauert, die dem Zema bis dahin als Lager diente. Wände wurden eingerissen, die Halle wurde auf den technisch neuesten Stand gebracht. Entstanden sind neue Büro- und Konferenzräume, ein Sitzungssaal mit Empfangsbereich und vor allem neue Flächen zum Aufbau von Demonstratoren, Prototypen, für Forschungs- und Versuchszwecke. Drei Millionen Euro flossen insgesamt in den Umbau der Halle – die Investoren: der Europäische Fond für regionale Entwicklung und die Staatskanzlei des Saarlandes.

„Das ist Geld, das in die Zukunft unseres Landes investiert wurde. Das ist Geld, das in eine gute Sache investiert wurde“, sagt die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.  Die neue Halle im Gewerbegebiet Eschberger Weg zeige schon jetzt, wie in Zukunft produziert werde, unter „digitalen Bedingungen“. Das Zema werde, so die Ministerpräsidentin, vor allem beim Thema Automobilität zukünftig eine große Rolle spielen.

 Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer erhält eine kurze Demonstration aus dem Bereich der Mensch-Roboter-Kooperation .
Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer erhält eine kurze Demonstration aus dem Bereich der Mensch-Roboter-Kooperation . Foto: Rich Serra

„Unser Zentrum steht für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung für die Lokal-Industrie aber auch darüber hinaus. Für Industrialisierung und Technologietransfer. Forschung in die Praxis bringen. Das ist es, was die Industrie, insbesondere hier im Saarland, trägt“, sagt Professor Rainer Müller, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Zema. Besonders wichtig seien die Kooperationen, die das Zema in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht habe, wie beispielsweise mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar sowie der Universität des Saarlandes. „Denn eines ist immer knapp. Und das ist hochqualifizierter Ingenieur-Nachwuchs“, sagt Müller.