Draghi: Inflation von zwei Prozent bis 2019 in Eurozone machbar

Washington · Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi , hält es für realistisch, dass die Inflation in der Eurozone spätestens Anfang 2019 zur Zielmarke von knapp zwei Prozent zurückkehrt. Voraussetzung sei eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik, sagte Draghi am Wochenende auf der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington . Voraussetzung sei aber auch, dass Risiken wie der Brexit, der Bürgerkrieg in Syrien und auch der Präsidentschaftswahlkampf in den USA in den Griff bekommen werden. Die Risiken für weltweites Wachstum und Wohlstand standen im Mittelpunkt der Beratungen. Demnach soll der weltweite Handel gestützt und Wachstum gefördert werden. "Das anhaltend schwache Wachstum hat tieferlegende Probleme offenbart", heißt es im Kommuniqué des IWF-Steuerungskreises.

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht in den politischen Krisen weltweit das größte Risiko für Wachstum, sagte er zum Abschluss der Tagung sowie nach einem Treffen der Finanzminister der G20-Staaten. Eine nachhaltige Entwicklung werde wichtiger. Darauf setzt auch Deutschland, wenn es im Dezember den Vorsitz der G20-Gruppe übernimmt.

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