Die Arbeitskammer sieht einen nur begrenzten Fachkräftemangel an der Saar

Unternehmen : Arbeitskammer: Nur begrenzter Fachkräftemangel

Studie zeigt, dass die Personalknappheit nicht flächendeckend ist, sondern nur einzelne Bereiche umfasst.

Im Saarland gibt es nach Angaben der Arbeitskammer keinen flächendeckenden Fachkräftemangel, wohl aber Probleme in einzelnen Branchen. Vor allem in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen suchten saarländische Arbeitgeber etwas länger nach Personal als die Konkurrenten anderer westdeutscher Unternehmen, teilte die Kammer gestern mit. Einen erhöhten Bedarf gebe es auch bei den fertigungstechnischen Berufen und in der Gesundheitsbranche.

Zur Bekämpfung der vorhandenen Defizite schlug die Kammer vor, die betrieblichen Potenziale besser zu nutzen. Im Saarland seien rund 47 000 Arbeitnehmer für ihre Tätigkeiten eigentlich überqualifiziert, sagte der Vorsitzende der Arbeitskammer, Jörg Caspar. „Die müssten entsprechend weiterqualifiziert werden und könnten so einen Teil des Bedarfs decken.“

Ein Problem vor allem für kleine Betriebe sei, dass ihre Ausbildungsbemühungen durch Abwerbung immer wieder zunichte gemacht würden, hieß es weiter. Vor diesem Hintergrund forderte die Arbeitskammer ein stärkeres Engagement aller Unternehmen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung auch über den aktuellen Bedarf hinaus.

In der Arbeitskammer sind alle sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer sowie Minijobber, Arbeitssuchende und Auszubildende verpflichtend Mitglied.

(epd)