Deutschland hat 2018 weniger Strom exportiert

Energie : Deutschland hat 2018 weniger Strom exportiert

Deutschland hat in diesem Jahr weniger Strom in seine Nachbarländer exportiert als 2017. Der Exportüberschuss ist aber weiterhin beträchtlich, wie aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht. Im grenzüberschreitenden Stromhandel sind bislang (Stand 17. Dezember) gut 70 000 Gigawattstunden ins Ausland geflossen.

Im gesamten Jahr 2017 waren es rund 77 000 Gigawattstunden.

Weil zugleich die Stromimporte nach Deutschland anstiegen, sank der Exportüberschuss um rund 14 Prozent auf rund 51 500 Gigawattstunden. Im gesamten Jahr 2017 waren es noch gut 60 000 Gigawattstunden, etwa zehn Prozent der deutschen Stromerzeugung.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rechnet mit einem Ende der Exportüberschüsse, weil immer mehr Gas- und Kohlekraftwerke altersbedingt oder aus Kostengründen vom Netz genommen würden. Durch den Abbau laufe Deutschland sehenden Auges in eine Unterdeckung bei der wetterunabhängigen „gesicherten Leistung“, warnte der BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer.

(dpa)