Deutsche Autobauer machen bessere Geschäfte

Deutsche Autobauer machen bessere Geschäfte

Die deutsche Autoindustrie hat trotz des Abgas-Skandals in diesem Jahr gute Geschäfte gemacht. Der Umsatz der Hersteller erhöhte sich in den ersten neun Monaten um zwei Prozent auf 306 Milliarden Euro, die Beschäftigung in der Branche liegt mit rund 815 000 Mitarbeitern auf dem höchsten Stand seit 25 Jahren. "Das Vertrauen in unsere Produkte ist größer, als alle Kritiker glauben", sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann .

Der Automarkt in Deutschland legt laut Verband 2016 um fünf Prozent zu. Erwartet würden fast 3,4 Millionen Neuzulassungen. "Das ist das höchste Niveau seit Beginn des Jahrzehnts", sagte Wissmann. Für 2017 "gehen wir von einem ähnlich hohen Marktvolumen aus". "Die Nachfrage nach Neuwagen steigt weltweit." Der Pkw-Weltmarkt lege in diesem Jahr um voraussichtlich vier Prozent zu. Erstmals werde wohl die 80-Millionen-Marke überschritten.

Forderungen nach einem Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2030 nannte Wissmann "völlig verkehrt": "Wir können uns nicht aus einer Antriebsart einfach verabschieden. Der Verbrenner wird noch mehrere Dekaden eine große Rolle spielen."

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