1. Nachrichten
  2. Wirtschaft

Der Kampf um den Handelsriesen Metro geht weiter.

Metro-Konzern heiß umkämpft. : Metro-Gründer bauen Einfluss aus

Machtpoker gegen den tschechischen Großaktionär Daniel Kretinsky.

Verdeckter Machtkampf bei der Metro, zu der auch die real-Märkte gehören: Die Gründeraktionäre des Handelsriesen – Beisheim und Meridian – haben ihre Beteiligungen an der Gesellschaft zu einer faktischen Sperrminorität ausgebaut. Das teilten die Meridian-Stiftung und die Beisheim-Gruppe am Dienstag mit. Der Schritt sei nicht zuletzt ein Versuch, die eigene Position gegenüber dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky zu stärken, hieß es in informierten Kreisen. „Hier wurde ein Zeichen gesetzt, Kretinsky kommt an uns nicht vorbei.“ Der tschechische Milliardär war im August 2019 mit dem Versuch einer Übernahme der Metro gescheitert. Denn es waren nicht genug Aktionäre bereit, sein Angebot anzunehmen, das den Handelsriesen mit rund 5,8 Milliarden Euro bewertete.

Dennoch ist der Milliardär heute mit seiner Holding EPGC der größte Metro-Aktionär und hält rund 29,99 Prozent der Aktien des Handelsriesen. Angesichts der von Kretinsky ausgelösten Machtverschiebungen im Metro-Aktionärskreis hatten Beisheim und Meridian bereits im vergangenen Sommer ihre Stimmrechte gepoolt, um ihre Position als Ankeraktionäre zu stärken. Das Geschäft der Metro schwächelt seit Jahren. Doch hofft Konzernchef Olaf Koch, durch den Verkauf von Real und die lukrative Trennung vom China-Geschäft eine Wende herbeiführen zu können.