Beratung für Pflegebedürftige und Angehörige

UKV bietet neuen Service zur Pflege : UKV will sich stärker um Pflegebedürftige kümmern

Es ist die persönliche Katastrophe für jeden Angehörigen. Meist kommt sie überraschend: Was tun, wenn Vater, Mutter, Partnerin oder Partner plötzlich pflegebedürftig werden? Von jetzt auf gleich sind zahlreiche Fragen ungeklärt.

Was muss organisiert werden, wer übernimmt die Pflege, was sind Voraussetzungen, um dem Pflegebedürftigen eine optimale Betreuung zukommen zu lassen, möglichst zu Hause?

Die seit 40 Jahren in Saarbrücken ansässige Union Krankenversicherung (UKV) als drittgrößte private Krankenversicherungsgruppe in Deutschland mit 3,2 Millionen Versicherten startet jetzt unter dem Namen „PflegePartner“ ein umfassendes neues Dienstleistungsangebot, das sich sowohl an versicherte Pflegebedürftige als auch an deren Angehörige richtet. UKV-Vorstand Manuela Kiechle sagte am Freitag bei der Vorstellung des Dienstes, die erste Kontaktaufnahme könne telefonisch oder per Internet erfolgen. Als Kranken- und Pflegeversicherer der Sparkassen- und Finanzgruppe stünden Ansprechpartner für alle Fragen zur Pflege zur Verfügung.

Die Unterstützung beginne beim Verfassen des Erstantrags auf Pflegeleistungen und der Ermittlung der Pflegestufe bis zur Frage, ob die Pflege ambulant und daheim organisiert werden kann. Auch den Angehörigen soll der Dienst bei der Organisation helfen. Denn nach Beobachtung von Kiechle sind sowohl die Pflegebedürftigen als auch das Umfeld in der neuen Situation erst einmal „extrem angespannt und verunsichert“. Die Beratung kann telefonisch, digital im Internet oder in einem längeren persönlichen Beratungsgespräch erfolgen. Vermittelt werden auch Betreuer, die bei der Wahl der Pflegeeinrichtung helfen und auch einen Orientierungs-Besuch vor Ort organisieren.

Kiechle verweist darauf, dass schon bei einem Beratungsgespräch zu einer Versicherung der Betroffene auch darauf hingewiesen wird, auf die Erteilung einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu achten. Denn der Angehörige müsse erst einmal in die Lage versetzt werden, helfen zu dürfen. Bis hin zur Frage, wer im Auftrag des Pflegebedürftigen dessen Bankgeschäfte weiterführen darf.

Vorstand Harald Benzing verwies darauf, dass am UKV-Standort in Saarbrücken 738 Mitarbeiter arbeiten. Die UKV zähle somit zu den Top-5-Arbeitgebern in der Landeshauptstadt.

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