Bei Langzeitarbeitslosen verpufft Fortbildung oft

Nürnberg · Der Bundesrechnungshof hat die Betreuung von arbeitslosen Hartz-IV-Beziehern in den Jobcentern bemängelt. So würden sich Vermittler zu wenig damit auseinandersetzen, welche Fortschritte Arbeitslose beispielsweise nach Trainingsmaßnahmen oder Fortbildungskursen gemacht hätten, geht aus einem Bericht der obersten Rechnungsprüfer hervor. In 39 Prozent der Fälle würden die "Wirkungen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen" nicht elektronisch gespeichert, vorhandene Datensätze über die Betroffenen nicht aktualisiert, heißt es in der Prüfungsmitteilung.

Dadurch bestehe die Gefahr, dass Hartz-IV-Bezieher "nicht qualifikationsentsprechend integriert werden können". Mit hohem finanziellen Aufwand der Jobcenter und großem persönlichen Einsatz der Leistungsberechtigten erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten blieben dadurch oft nutzlos, kritisieren die Prüfer.