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Bargeld bleibt beliebtestes Zahlungsmittel

Bargeld bleibt beliebtestes Zahlungsmittel

Hans-Werner Sander, Chef der Sparkasse Saarbrücken, glaubt an die Zukunft des Saarlandes.

"Bargeld wird auch in zehn Jahren in Deutschland noch eine ganz wesentliche Rolle spielen. Nur Bares ist Wahres." Darauf legt sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Saarbrücken, Hans-Werner Sander fest. Die Gesellschaft wünsche Bargeldzahlung "als ein schnell verfügbares Zahlungsmittel, das gleichzeitig vertraut und anonym ist", sagte Sander in einem Vortrag bei der Union-Stiftung. Datenschutz werde damit gewährleistet. "Bargeld kann man nicht zurückverfolgen. Und man kann überall damit zahlen." Es bleibe auch nach Untersuchungen der Bundesbank beliebtestes Zahlungsmittel quer durch alle Generationen. Man habe damit jederzeit die Kontrolle über das eigene Geld. "Einen Euro, den man nicht im Geldbeutel hat, den kann man auch nicht ausgeben. Mit einer Kreditkarte schon." So erkläre sich auch der hohe Schuldenstand etwa der Amerikaner. Mit Bargeld "verbinden die Deutschen Stabilität und Vertrauen in die Finanzwirtschaft", so Sander. Für die Wirtschaft sei Barzahlung "ein Lebenselixier". Damit werde privater Konsum angekurbelt. Im Einzelhandel bleibe Bargeld auch künftig wichtigstes Zahlungsmittel. Wolle man Bargeld abschaffen, brauche man die Zustimmung nationaler Parlamente. Damit sei nicht zu rechnen. Zudem entstünden so verfassungsrechtliche Bedenken, da man die Freiheit des Einzelnen beeinträchtige. Obergrenzen für Bargeld wie in Frankreich oder Schweden seien auch nicht wahrscheinlich. Damit habe man keine Erfolge im Kampf gegen Terrorismus oder Schwarzgeld erzielt. Sicherster Ort für die Aufbewahrung von Bargeld bleibe die Bank. Der Großteil der Kreditinstitute werde Privatkunden nicht mit Gebühren für die Verwahrung von Geld belasten.