Autonomes Fahren geht nicht ohne ausreichende Teststrecken

Kommentar : Ausreichende Tests sind die Basis der neuen Technik

Die Vision des autonomen Fahrens ist faszinierend: Roboter-Taxis, die Kunden nach Bedarf von A nach B bringen, freiere Städte, weil Autos nicht mehr an den Straßen parken, ein völlig neuer öffentlicher Nahverkehr, bei dem je nach Bedarf Einzel-Wagen oder Busse Fahrgäste einsammeln.

Bevor eine solche Vision Wirklichkeit werden kann, sind ausreichende Tests zwingend. In Amerika fahren die Roboter-Fahrzeuge schon seit Jahren übers Land und durch die Städte. Hierzulande hat es dagegen lange gedauert, bis erste Teststrecken freigegeben wurden. Und wie wichtig es ist, autonome Technik auf Herz und Nieren zu prüfen, zeigen die Tesla-Unfälle, bei denen die Automatik in Grenz-Situationen versagt hat. Sicherlich, schon heute sind autonome Autos statistisch sicherer als all die Fahrer, die übermüdet, leicht alkoholisiert oder telefonierend am Steuer sitzen. Und doch muss gesichert sein, dass diese Autos eben keine Kinder, Senioren oder andere Verkehrsteilnehmer übersehen können. Unfälle gehören zur Vision ganz sicher nicht dazu.

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