Arbeitskammer fordert mehr Sozialwohnungen

Bezahlbarer Wohnungen : Arbeitskammer fordert mehr Sozialwohnungen

Die Arbeitskammer des Saarlandes fordert die Landesregierung auf, deutlich mehr als geplant in den sozialen Wohnungsbau zu investieren. „Der Markt hat auch hier versagt“ – nicht nur in Großstädten, sagte Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer.

Allein im Regionalverband Saarbrücken fehlen nach einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung rund 17 000 Wohnungen zu günstigen Mieten. Im Saarland gab es laut Arbeitskammer im Sommer 2018 lediglich 700 Sozialwohnungen. 2005 waren es noch 5000. Es geht der Arbeitskammer nicht nur um den Bau von neuen Sozialwohnunungen. Sie fordert auch, die Sozialbindung für staatlich geförderte Wohnungen deutlich zu verlängern. Aktuell läuft sie nach 10 bis 25 Jahren aus. „Das ist deutlich zu kurz“, so Otto. Die Kammer fordert zudem eine verbindliche Quotenregelung für Sozialwohnungen bei Neubauvorhaben, um die soziale Durchmischung zu gewährleisten.

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