Appell von Chefredakteuren zur Reform des EU-Urheberrechts

EU-Parlament : Appell von Chefredakteuren zur Reform des Urheberrechts

In einem gemeinsamen Appell zur Reform des EU-Urheberrechts haben sich Chefredakteure deutscher Zeitungen an die deutschen Abgeordneten des Europaparlaments gewandt. „Es ist höchste Zeit, diese wichtige Richtlinie zu verabschieden und Klarheit zu schaffen“, betonen sie darin.

Autoren sowie Verlage müssten angemessen an der digitalen Nutzung ihrer Werke durch Dritte beteiligt werden. Wer die wirtschaftlichen Grundlagen für Qualitätsjournalismus und die freie Presse in Zukunft sichern wolle, müsse die Rechte von Autoren und Verlagen stärken. 49 Chefredakteure unterstützen als Erstunterzeichner den am Freitag veröffentlichten Appell, der vom Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung, Peter Stefan Herbst, initiiert worden war.

Unterhändler des Parlaments und der EU-Staaten hatten sich Mitte Februar auf einen Entwurf der Urheberrechtsreform geeinigt. Er sieht unter anderem ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage sowie deutlich mehr Pflichten zum Urheberrechtsschutz für Plattformen wie You Tube vor.

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