Saar-SPD will in Groko nicht untergehen

Kostenpflichtiger Inhalt: Kommentar zur Kabinettsumbildung Saarland : Mit „Kanten-Uli“ Format gewinnen

Die Saar-SPD versucht zur Halbzeit der Legislaturperiode verzweifelt, neues Format zu gewinnnen. Um wieder sichtbar zu werden in dieser großen Koalition mit der CDU.

Deshalb ist es nur folgerichtig, den einzigen Minister, der sich bisher engagiert mit der CDU fetzte, auf den Fraktionsvorsitz im Landtag zu befördern. Ulrich Commerçon zeigte klare Kante gegen den Koalitionspartner, wenn es um mehr Lehrerstellen ging. Dagegen war sein jetzt erkrankter Vorgänger Stefan Pauluhn eher als jovialer Doppelpass-Spieler mit der CDU bekannt. Doch Commerçons Bilanz als Bildungs- und Kulturminister ist sehr durchwachsen. In Erinnerung bleiben vor allem die Brennpunktschulen, denen er erst nach heftigem Medienecho Unterstützung angedeihen ließ. Und die Querelen um die bisher nicht gelöste Frage, wer in die Fußstapfen des Ausstellungsmachers Meinrad Maria Grewenig im Weltkulturerbe tritt. Ob Christine Streichert-Clivot da reüssiert? Sie ist politisch bisher nicht in Erscheinung getreten.

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