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Saar-Bauern bangen um ihre Ernte.

Große Hitzewelle bedroht die Ernte : Starke Hitze trübt die Ernteaussichten ein

Die saarländischen Landwirte rechnen wegen der andauernden Hitzewelle mit Ernteeinbußen. „Bisher waren wir noch relativ optimistisch, aber jeder weitere Tag mit Hitzewelle kostet die saarländische Landwirtschaft richtig Geld“, sagte gestern der Hauptgeschäftsführer des saarländischen Bauernverbandes, Hans Lauer, gegenüber unserer Zeitung.

Pro Tag müssten die Betriebe jetzt mit einer schlechteren Ertragssituation zwischen einem und zwei Prozent rechnen. Insbesondere der Weizen leide unter den heißen Temperaturen. Lauer nennt speziell die Sommergerste, die zur Bierproduktion verwendet wird. Auch Triticale werde in Mitleidenschaft gezogen, eine Kreuzung aus Weizen und Roggen, die als Tierfutter gilt. Der Mais brauche dringend mehr Feuchtigkeit, um sich zu entwickeln, so Lauer.

Bauernpräsident Joachim Rukwied hatte zuvor im Südwestrundfunk erklärt, Deutschlands Bauern erwarteten in diesem Jahr nur eine knapp durchschnittliche Getreideernte. Er begründet das damit, dass die Nachwirkungen der Dürre 2018 noch immer deutlich spürbar seien. Höhere Preise für Agrarprodukte erwartet er aber dennoch nicht, sagte Rukwied. Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet demnach mit einer Ernte von rund 47 Millionen Tonnen Getreide in diesem Jahr. Das wäre rund eine Million Tonnen weniger als der Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017. Im Vergleich zum Vorjahr steige die Ernte damit zwar um neun Millionen Tonnen – doch 2018 sei wegen der Dürre auch ein „Extremjahr“ gewesen.

Getreide wird in Deutschland auf einer Fläche von 6,4 Millionen Hektar angebaut; die wichtigste Getreideart ist der Winterweizen, der derzeit auf drei Millionen Hektar geerntet wird. Ausgesät wird er im Herbst – weil es 2018 so trocken war, seien die Bestände aber „spät und vielfach nur lückenhaft“ aufgelaufen. Positiv hätten sich aber die Niederschläge im Mai ausgewirkt. In weiten Teilen Deutschlands stehe das Getreide nun gut da. Wegen der Trockenheit konnten die Bauern oft auch keinen Raps aussäen. Die Anbaufläche liegt dieses Jahr fast 30 Prozent unter dem Durchschnitt. Entsprechend gering sei die Ernteerwartung.