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Handys
Smartphones: Unfälle häufen sich

Saarbrücken. Handydiebstahl schlägt rund um die Landeshauptstadt Saarbrücken jährlich mit mehr als 2.000 Fällen zu Buche. Laut der Polizei eine Folge des sorglosen Umgangs, der ähnlich oft wie Diebstähle Handyunfälle zur Folge hat.

Fast die Hälfte aller Saarländer besitzt laut Statistiken hochwertige Handys. Je mehr davon im Umlauf sind, desto höher liegt der Polizei zufolge auch die Diebstahlquote. An der Saar gehe man mit Handys laut dem Polizeisprecher außerdem oft sorglos um. Langfinger hätten dadurch leichtes Spiel. Aber auch unabhängig von Diebstählen birgt diese Umgangsweise Gefahren. Dass Handys unfreiwilliger Weise in Biergläsern baden und Displays in der Tasche vom Schlüssel zerkratzt werden, kommt häufig vor.


4 Jahre Lebensdauer

Gemäß Statistiken begleiten hochwertige Handys ihre Besitzer durchschnittlich 4 Jahre. Dennoch wechseln viele Handybesitzer schon nach einem Jahr das Mobiltelefon. Trotz der mittlerweile robusten Technik zeigen sich als Konsequenz des sorglosen Umgangs nach dem ersten Jahr oft schon diverse Gebrauchsspuren. Das kann das Display ebenso betreffen wie die Fassung. Nicht selten geschehen Unfälle wie tiefe Stürze oder Tauchgänge, die an den smarten Begleitern selten spurlos vorbeigehen.



Rekordsturz aus über 6 Kilometern

Wie tief Handys fallen können, beweisen Ereignisse wie der Rekordsturz aus über 6 Kilometern Höhe, den das iPhone eines Fallschirmspringers verkraften musste. Obwohl das Display des Geräts komplett zerstört war, bliebt das Smartphone funktionsfähig. Im Alltag kommen Stürze aus schwindelerregenden Höhen eher selten vor: Bruchlandungen auf dem Asphalt aber umso häufiger. Etwas mehr Vorsicht kann in dieser Hinsicht wahre Wunder wirken. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte sich zudem eine spezielle Panzerglas-Folie zulegen, um sein Handy vor Kratzern und Displayschäden zu schützen.

Unfreiwillige Tauchgänge

Mindestens so ärgerlich wie unfreiwillige Flugstunden sind für Handybesitzer ungeplante Tauchgänge. Von der Toilette bis hin zum Bierglas sind Smartphones im Alltag schon in den wildesten Schwimmbecken gelandet. Während Bruchlandungen in den meisten Fällen lediglich das Display beschädigen, zerstört Wasser im Innenleben des Geräts oft auch die Elektronik. Um nasse Smartphones trockenzulegen, sollen Reisbäder wirksam sein. Sogar wieder trockengelegte Geräte leiden nach Schwimmstunden aber oft an Kurzschlussreaktionen, die den Handyspaß dauerhaft beeinträchtigen. Wasserdichte Schutzhüllen verhindern, dass Flüssigkeit in den Gerätekörper eintritt und eignen sich daher als Vorbeugemaßnahme.

Handys im Temperaturschock

Noch immer ist der Akku die Schwachstelle des Smartphones. Obwohl sich die Systemqualität von Mobiltelefonen im vergangenen Jahrzehnt stetig verbessert hat, lässt sich die Batterie mit Fortschritten vergleichsweise lange Zeit. Je länger die Lebensdauer des Handys, desto schneller entladen sich die zugehörigen Akkus. In mehr als der Hälfte aller Fälle ist die Batterie deshalb ein Hauptgrund für den Handywechsel. Nach Temperaturschocks kommt es zu besonders schweren Akkuschäden. Genauso wenig wie ein Lebewesen an heißen Sommertagen ins Auto eingeschlossen werden sollte, sollte das Handy darin zurückbleiben.

Mit etwas mehr Umsicht lassen sich also nicht nur Diebstähle vermeiden, sondern auch die meisten Handyunfälle abwenden. Weil Handys für viele Saarländer zu den teuersten Besitztümern gehören, ist der sorgsame Umgang umso wichtiger.