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Mobiltelefone
Panzerglas, Schutzfolien oder doch nichts?

Saarbrücken. Die technische Entwicklung von Handys ist rasant vorangeschritten. Aus den mobilen und tragbaren Telefonen sind multifunktionale Taschencomputer geworden. Die beeindruckende Leistungsvielfalt hat auch die Preise ansteigen lassen. Ein Handy ist heute eine mehrere Hundert Euro teure Investition. Die geballte Technik im Taschenformat weist durch ihr Display und den Gebrauch ein dauerhaftes Risiko auf. Scharfe und harte Gegenstände können Kratzer verursachen. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit führt schnell zum Herunterfallen. Oft genug prallt das wertvolle Handy nach einem Sturz von einem halben Meter auf einer harten Bodenoberfläche auf. Auch die vorsichtigsten Nutzer haben gelegentlich Pech.

Beschädigungen und Ursachen


Die größten und verbreitetsten Risiken für ein Smartphone sind ein zerkratztes Display und der Bruch des Displayglases oder Gehäuses. Mittlerweile nutzen knapp achtzig Prozent aller deutschen Mobiltelefonbesitzer ein Smartphone. In anderen europäischen Ländern ist der Anteil ähnlich. In einer Umfrage des Fachhändlers für Handyzubehör und Schutzvorrichtungen etuo.de wurden 13.000 Handynutzer auch zu ihrer Beschädigungs- und Zerstörungsrate befragt. Selbst unter den vorsichtigsten Smartphonenutzern zerstörte etwa ein Viertel sein Handy innerhalb der letzten zwei Jahre. Die höchsten Raten erreichten vierzig Prozent, mehr als jedes dritte Smartphone. In diesen Zahlen sind die leichteren Kratzschäden beispielsweise durch Schlüssel nicht erfasst.

Hüllentypen und Displayschutz



Die beiden entscheidenden Zubehörteile zum Schutz eines Smartphones sind die Hülle und der Displayschutz. Am weitesten verbreitet sind Schutzhüllen für die Rückseite. Sie bieten einen Grundschutz gegen Bruch beim Herunterfallen. Beim Schutz für das Display wird bevorzugt Panzerglas, oft vom Handyhersteller, gewählt. Panzerhüllen sind weniger populär. Smartphonebesitzer, die ihr Display gezielt gegen Bruch schützen möchten, bevorzugen Panzerglas. Eine Bevorzugung von Schutzfolien gegen Kratzer kann mutmaßlich bei weiblichen Handynutzern angenommen werden, deren typischer Handyaufbewahrungsort die Handtasche ist. Die Kombination einer Schutzhülle an der Rückseite und ein dazu kombinierter "offener" Displayschutz ist der Favorit. Nutzer wollen ständigen Zugriff auf ihr Display bei maximaler Schutzmöglichkeit.

Ansprüche an Aussehen und Schutzfunktion

Smartphonenutzer legen auf das ästhetische Zusammenspiel von Aussehen und Schutzfunktion viel Wert. Rückseitenhülle und Panzerglas stellen die häufigste Wahl dar. Der Hüllentyp macht auch den Grad der zusätzlichen Schutzvorrichtung für das Display aus. Der Rückhülle mit Panzerglas folgen die Universalhülle, die Klapphülle und die Hülle in Buchform. Seltener wählen Smartphonenutzer einen zusätzlichen Displayschutz, wenn eine Flip- oder Panzerhülle ihr Handy umgibt. Etwa drei Viertel aller Nutzer bevorzugen Hüllen mit Aufdruck und Design. Die Lust auf die dekorative und kreative Auswahl lässt sich mehr Nutzer für eine andere Hülle als eine Panzerhülle entscheiden, da die Designauswahl deutlich größer ist.

Kosten und Investitionsbereitschaft

Die hohen Preise für hochwertige Smartphones erhöhen auch die Investitionsbereitschaft für den Schutz gegen Bruchschäden und Kratzer. Der Preis für Schutzfolien und Panzerglas hängt von der Qualität und dem Härtegrad des Materials ab. Härte im Vergleich wird in der Maßeinheit Mohs in zehn Graden gemessen. Die widerstandsfähigsten Panzergläser erreichen mit neun Mohs die zweitbeste Stufe. Günstigste Panzergläser sind bereits für unter zehn Euro zu haben. Spitzenmodelle mit hohem Mohs-Grad können fünfzig Euro und mehr kosten. Befragungen und Markterhebungen haben ergeben, dass ein für einen Smartphoneschutz bis zu etwa zehn Prozent des Gerätewerts ausgegeben werden.