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Fußball
Gelingt der Wiederaufstieg? Die Lage des 1. FC Kaiserslautern

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Saarbrücken. Aufgrund der räumlichen Nähe und der großen Tradition des Vereins halten in der Region viele Menschen zum 1. FC Kaiserslautern. Dieser hatte zuletzt mit immer neuen sportlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch nach dem Abstieg aus der 2. Fußball Bundesliga ist es bislang nicht gelungen, zu neuer Stabilität zu finden. Was ist also noch in dieser Saison sportlich möglich?

Ein schwerer Start


Trainer Michael Frontzeck hatte es in der letzten Zeit nicht leicht. Nachdem es zum Start in die neue Saison noch zu einem knappen Heimsieg reichte, folgte eine Durststrecke von Niederlagen und Unentschieden. Die erhoffte Wende brachte erst der 9. Spieltag mit der Begegnung mit Eintracht Braunschweig mit sich. Die beiden Absteiger lieferten sich nicht das geplante Duell auf Augenhöhe. Stattdessen konnte der FCK sich auswärts mit 4:1 durchsetzen. Aktuell schöpfen viele Fans der Lauterer angesichts der jüngsten Entwicklung neuen Mut. Nach dem 11. Spieltag steht ihr Verein immerhin auf dem 8. Platz in der Tabelle.

Auch die Buchmacher änderten inzwischen ihre Quoten für die Saisonbilanz der Lauterer. Der direkte Wiederaufstieg in die zweite Liga, der einst von den Verantwortlichen als klares Ziel ausgegeben wurde, liegt jedoch noch immer in weiter Ferne. Dies zeigt sich zum Beispiel an der zweistelligen Quote, mit der dieses Ereignis in diesen Tagen ausgezeichnet ist. Wo die besten Quoten im deutschen Profifußball zu finden sind, zeigt auch diese seriöse Webseite.



Der Blick auf den Kader

Natürlich war es nach dem Abstieg notwendig, das Budget des Vereins deutlich zu verkleinern. Dies hatte einen starken Umbruch im Kader zufolge, der in dieser Form schwer zu verkraften ist. Es dauerte einige Zeit, bis schließlich neue erfahrene Stützen für die Mannschaft gefunden werden konnten. Zu ihnen zählt zum Beispiel Rückkehrer Florian Dick, der von Arminia Bielefeld kam. Er soll mit seinen 34 Jahren in der Innenverteidigung für mehr Ordnung sorgen, die im vergangenen Jahr zu den großen Schwachstellen zählte. Auch Andre Hainault soll schon bald in eine solche Rolle treten.

Zu begrüßen ist derweil das hohe Maß, in dem der FCK auf die Kraft der Jugend setzt. Viele Talente aus dem eigenen Nachwuchs schafften nach dem Abstieg endgültig den Sprung in den Kader der Profis. Auf sich aufmerksam machen konnte zuletzt etwa Gino Fechner, der im defensiven Mittelfeld agiert. Schon mit seinen jungen 21 Jahren besitzt er das Potenzial, die Mannschaft zu formen und zu lenken. Auch dem gleich jungen Rechtsverteidiger Dominik Schad, der aus Fürth zu den Roten Teufeln kam, wird in den kommenden Jahren eine solche Entwicklung zugesagt.

Entfaltet sich das Potenzial?

Ein junger Kader birgt stets die Gefahr, dass die Leistungen in der Saison allzu großen Schwankungen unterworfen sind. Auf der anderen Seite ist es möglich, dass die jungen Spieler im Laufe der Zeit ihr volles Potenzial abrufen können. Sollte es dem Trainerteam im Laufe der nächsten Wochen und Monate gelingen, eine kompakte Einheit aus den vorhandenen Spielern zu formen, so bietet sich die Möglichkeit, wieder zur Spitzengruppe aufzuschließen. Sollte es jedoch nicht gelingen, den Verlauf der Saison nach diesem Plan zu gestalten, so stellen sich für die Verantwortlichen bereits die nächsten Fragen. Dann müssen sie dazu in der Lage sein, die jungen Talente von einem weiteren Verbleib in Kaiserslautern überzeugen, obwohl diese die Möglichkeit hätten, größere Aufgaben in anderen Vereinen zu übernehmen. Auch deshalb kann aktuell von einem Scheideweg gesprochen werden.