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Fördermöglichkeiten für Weiterbildungsmaßnahmen

Zur beruflichen Qualifizierung gibt es vielfältige Weiterbildungsangebote.
Zur beruflichen Qualifizierung gibt es vielfältige Weiterbildungsangebote. FOTO: CC0-Lizenz / Pixabay
Saarbrücken. Die Statistik spricht eine klare Sprache: Es herrscht so wenig Arbeitslosigkeit wie noch nie zuvor. Mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5,3 % sei laut Experten die Lage so gut wie noch nie. Doch der Schein trügt. Noch immer herrscht ein Fachkräftemangel und es gibt viele unbesetzte Stellen. Höchste Zeit, selbst aktiv zu werden. Mit einer geförderten Weiterbildung können die Chancen am Arbeitsmarkt stark erhöht werden.

Auch wenn die deutsche Wirtschaftslage allen Grund zur Freude hat, gilt es, vorsichtig zu sein. In strukturschwachen Gegenden oder jenen, die bei Umbrüchen besonderen Gefahren ausgesetzt sind, besteht trotz allem ein wirtschaftliches Risiko, wie in der Region Saarbrücken. Hier heißt es also weiterhin am Ball bleiben. Das gilt für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer gleichermaßen. Letztere sollten auf jeden Fall die Chance einer Weiterbildung nutzen. Da diese vielerorts gefördert wird, können so genannte Vermittlungsgutscheine eine finanzielle Unterstützung sein.


Zur beruflichen Qualifizierung gibt es von Bund und EU vielfältige Weiterbildungsangebote. Mit Europäischen Sozialfonds können Jugendliche sich in einem Freiwilligen Sozialen Jahr ausprobieren. Aber auch berufsbegleitende Maßnahmen sowie Qualifizierung und Beschäftigung für Arbeitslose sind förderfähig. Besonders hilfreich sind so genannte Vermittlungsgutscheine oder Bildungsgutscheine. Beim Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt es solche Gutscheine für Weiterbildungskurse. Eingesetzt werden können sie für berufsfördernde Kurse als auch für Sprachkurse und Sprachreisen. Der Kursteilnehmer erhält 50 % der Kosten zurückerstattet, jedoch maximal 500 Euro. Pro Jahr kann einer dieser Gutscheine vergeben werden. Ähnlich sieht es mit Bildungsgutscheinen aus. Sie sind für Arbeitslose und Arbeitnehmer gedacht, die durch eine Weiterbildung eine drohende Kündigung abwenden können. Voraussetzung für einen solchen Bildungsgutschein ist, dass die Arbeitsagentur die angestrebte Weiterbildung für sinnvoll erachtet. Ist dies der Fall, werden die Kurskosten in voller Höhe übernommen. Bildungsgutscheine können jedoch nur dort eingesetzt werden, wenn der Bildungsanbieter von der Arbeitsagentur zugelassen ist.



Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, eine Weiterbildung fördern zu lassen. Für jede Berufs- und Altersgruppe ist etwas dabei. So richtet sich die WeGebAU (Weiterbildung qualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) an Beschäftigte, die keinen Berufsabschluss haben. Ebenso zur förderfähigen Gruppe gehören Beschäftigte, die mindestens vier Jahre nicht mehr in ihrem erlernten Beruf tätig sind. Je nach Alter des Kursteilnehmers werden die Kosten anteilig oder komplett übernommen. Eine andere Möglichkeit der geförderten Weiterbildung kann der Arbeitgeber selbst bieten. Da auch der Chef von der Weiterbildung seines Mitarbeiters profitiert, hat er die Möglichkeit, sich an dessen Geld- und Zeitaufwand zu beteiligen. Wer eine Weiterbildung plant, sucht am besten das Gespräch mit seinem Arbeitgeber. Gute Argumente haben schon so manchen Chef davon überzeugt, seinen Mitarbeiter zu unterstützen.

Weiterbildungen haben das Ziel, die Berufschancen zu erhöhen oder den Einstieg in das Berufsleben zu vereinfachen. Somit gehört auch das Aufstiegs-BAföG zu den Fördermaßnahmen. Für Meister- oder Fachwirtkurse als auch 700 weiteren gleichwertigen Fortbildungen gibt es unabhängig vom Einkommen eine Förderung. Weitere Hinweise zur Weiterbildungsförderung gibt es direkt bei der Förderdatenbank des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.