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Gesundheit
Fit und gesund mit Yoga: Die besten Tipps für Anfänger

Für viele Yogis und Yoginis in unserer Gesellschaft steht der sportliche Aspekt im Vordergrund.
Für viele Yogis und Yoginis in unserer Gesellschaft steht der sportliche Aspekt im Vordergrund. FOTO: visionsi/clipdealer.de
Saarbrücken. Die Yoga-Einheit nach der Arbeit oder morgens nach dem Aufstehen gehört mittlerweile für viele Menschen zum Alltag. Dass Yoga positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Wie die uralte indische Meditationspraxis wirkt und wie Yoga-Anfänger am besten in die Praxis starten, wird hier erklärt.

So wirkt Yoga



Für viele Yogis und Yoginis in unserer Gesellschaft steht der sportliche Aspekt im Vordergrund. Dabei sollen laut ursprünglicher Yoga-Lehre die körperlichen Übungen, Asanas genannt, nur eine Unterstützung für die geistige Meditationspraxis sein. 

Bewusst und regelmäßig praktiziertes Yoga wirkt also in erster Linie dahingehend, dass es die innere Ruhe fördert. Viele Yoga-Übungen erfordern ein Innehalten und auch ruhige Atmung ist ein Kernaspekt jeder Yoga-Praxis. Allein dadurch wird man bereits ruhiger und kann sich zudem in Geduld üben. 

Aber auch auf körperlicher Ebene wirkt Yoga, denn in vielen gängigen Asanas wird die Muskelkraft trainiert. Der Sonnengruß zum Beispiel ist eine fließende Bewegungsabfolge, die den Kreislauf anregt und Bein- und Armmuskulatur beansprucht. Es ist also durchaus nicht unmöglich, durch regelmäßiges Yoga auch abzunehmen. 

Langfristig bewirkt Yoga eine erhöhte Stressresistenz und verbesserte körperliche Fitness sowie mehr Geduld im Alltag. All diese Effekte von regelmäßigem Yoga scheinen vielversprechend, doch es gibt auch einige Dinge, die Anfänger beachten sollten.

Tipps für Yoga-Anfänger

Yoga ist eine Entspannungstechnik, die Körper und Geist guttut. Damit aber eine positive Wirkung eintreten kann, sollten vor allem Neueinsteiger folgende Tipps im Hinterkopf behalten.

1. Den richtigen Stil finden

Wenn von Yoga die Rede ist, denken wir in der Regel an Hatha Yoga. Zu diesem Yoga-Stil zählen klassische Übungen wie der Herabschauende Hund, die Kobra etc. Hatha Yoga legt den Fokus auf Körperübungen – doch es gibt noch diverse andere Stilrichtungen. 

Für Einsteiger ist die Hatha-Variante grundsätzlich eine gute Wahl, da viele grundlegende Asanas keine gesteigerte Fitness erfordern und schnell erlernt werden können. Wer aber körperliche Anstrengung braucht, um den Kopf freizubekommen, sollte zum Beispiel auf Power Yoga setzen. Denn nur wenn der Yoga-Stil zur Persönlichkeit passt, kann wirklich Begeisterung aufkommen.

2. Den Sinn hinter Yoga verstehen

Instagram-Profile und Co. lassen oft den Glauben entstehen, beim Yoga gehe es in erster Linie um entsprechende Kleidung und möglichst ausgefallene Körperhaltungen. Yoga-Anfänger sollten diesen Gedanken vergessen und sich auf den eigentlichen Sinn hinter ihrer Praxis konzentrieren: Meditation, Entspannung und mehr Achtsamkeit gegenüber sich selbst und anderen.

3. Auf Unterstützung setzen

Für blutige Anfänger kann es schwierig sein, ohne Hilfe von außen in die Übungen zu finden. Deshalb empfiehlt es sich immer, einen Anfängerkurs oder zumindest eine Schnupperstunde unter professioneller Betreuung zu machen. So lernt man von Anfang an, die Asanas korrekt auszuführen und kann ein Maximum an Erholung aus der Praxis mitnehmen.

4. Realistisch bleiben

Auch beim Yoga gilt: Der Weg ist das Ziel. Man sollte also nicht den Anspruch stellen, bereits nach der ersten Viertelstunde komplexe Asanas ausführen zu können. Stattdessen lernt man, die eigenen Fortschritte zu beobachten – und zu akzeptieren, wenn eine Yoga-Einheit einmal nicht so effektiv ist wie an anderen Tagen.

Einfache Yoga-Übungen für zuhause

Wer nur einmal in die Entspannungstechnik Yoga hineinschnuppern möchte, kann das zum Beispiel mit YouTube-Tutorials tun. Gängige Übungen, an denen sich Anfänger orientieren können, sind der oben erwähnte Sonnengruß sowie 

- der Herabschauende Hund 
- die Kobra 
- Katze und Kuh 
- das Kind 

Bei Herabschauendem Hund und Kind handelt es sich beispielsweise um Ruheposen, während Katze und Kuh sowie Kobra darauf ausgelegt sind, die Muskeln zu dehnen. Wer sich einmal mit den einzelnen Asanas vertraut gemacht hat, kann diese Grundübungen gut miteinander verbinden und daraus bereits eine kleine Yoga-Einheit gestalten.

Die passende Ausstattung

Passionierte Yogis und Yoginis verbringen keinen Tag ohne ihre geliebte Yogamatte. Tatsächlich ist dieses Accessoire eine sinnvolle Investition für alle, die regelmäßig Yoga betreiben wollen. Denn eine rutschfeste Unterlage ist wichtig, schließlich praktiziert man Yoga barfuß und braucht bei häufigem Verlagern des Gewichts stabilen Widerstand. 

Ebenso unverzichtbar ist bequeme Kleidung. Das Yoga-Outfit sollte nicht zu eng, aber auch nicht zu weit sein, da man in beiden Fällen abgelenkt wird. Ideal ist eine Kombination, in der man sich frei bewegen kann, die aber auch ausschweifenden Gesten nicht im Weg steht. 

Wenn die rutschfeste Unterlage und das passende Outfit sichergestellt sind, geht es an die räumlichen Gegebenheiten. Bei Yoga-Stilen, die Bewegung miteinschließen, sollte der Raum nicht zu eng sein. Handelt es sich allerdings um einen Stil, der in erster Linie meditativ und in regungslosen Haltungen praktiziert wird (z.B. Yin Yoga), ist eine stille Umgebung wichtig. Gegebenenfalls kann man natürlich auch mit Musik oder Kerzenlicht eine entsprechende Stimmung schaffen.

Besser leben mit Yoga: Was ist dran?

Während manche auf Yoga schwören, wird es an anderer Stelle als Zeitverschwendung abgetan. Was stimmt nun wirklich? Betrachtet man die Auswirkungen von regelmäßigem Yoga, ist es eindeutig keine vergeudete Zeit. Denn beim Yoga lernt man, gezielt zu entspannen und nimmt dieses Wissen auch in den Alltag mit. Die Stresstoleranz wird durch gezielte Übungen höher, sodass belastende Situationen viel seltener entstehen. Auch die steigende Fitness ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Ob man Yoga nun sinnvoll findet oder nicht: Zumindest einen Versuch sollte es doch wert sein.