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Wohnen
Einrichten mit Spiegel: Das gilt es aus der Feng-Shui-Perspektive zu beachten

Einrichten mit Spiegel
Einrichten mit Spiegel FOTO: sabphoto/clipdealer.de
Saarbrücken. Der Spiegel – einer der wichtigsten Einrichtungsgegenstände, denn er erfüllt wichtige Zwecke in der Wohnung und kümmert sich indes auch um so manches ästhetische Highlight.

Grund genug, sich deshalb bei der Auswahl an ein namhaftes Spiegel-Unternehmen zu wenden.


Essentiell ist der Spiegel außerdem, wenn man beschließt bei der Einrichtung die fernöstlichen Feng-Shui Regeln schalten und walten zu lassen. Wir berichten darüber, was Feng-Shui im Großen und Ganzen ist und wo laut der alten Lehre welche Spiegel hängen sollten.

Das Qi und die 5 Elemente



Feng-Shui ist eine alte chinesische Harmonielehre, die versucht zwischen dem Menschen, den Elementen und der Umgebung Harmonie herzustellen. Sie geht von einer großen Lebensenergie aus, die alles zusammenhält und durch alles fließt – dem Qi. Fünf Elemente halten dieses Qi im Gleichgewicht: Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall.

Neben dem Element Wasser, spielt auch der Wind eine wichtige Rolle, ist er doch mit im Namen enthalten: Feng (zu dt. ‚Wind‘) und Shui (zu dt. ‚Wasser‘).

Einrichtungstipps rundum Spiegel und Feng-Shui

In der westlichen Welt hat sich Feng-Shui vor allem in Einrichtungsfragen einen Namen gemacht. Man versucht durch die Lehre, gewisse Bereiche, wie Familie, Freunde, Ruhm, Gesundheit, etc. zu stärken. Dabei kommen Spiegeln eine sehr wichtige Rolle zu, denn sie spiegeln bekanntlich etwas – so auch die Energie Qi. Spiegel bringen die Energie in Schwung und lassen sie zirkulieren.

Wandlungsphasen bzw. Elemente des Spiegels

Um zu wissen, wogegen oder wofür man Spiegel im Wohnraum einsetzen kann, muss man laut Feng-Shui erst wissen, welchem Element der Gegenstand zuzuordnen ist. Nun ja, das ist beim Spiegel nur nicht so einfach. Rein materialtechnisch würde man ihn zu Metall und Wasser zählen. Jedoch sind auch Form, Rahmung sowie, was darin gespiegelt wird, essentiell.

Ist die Rahmung gar aus Holz, oder Metall? Ist er rund, kurvig, rechteckig, quadratisch, dreieckig? Spiegelt er Bäume, Erde, Berge, Himmel von draußen? All das hat Einfluss auf die Wirkung des Spiegels.

Feng-Shui und der Spiegel im Schlafzimmer

Wenn wir vorhin schon bei schwungvoller Energie und Zirkulation waren: Das sind Attribute, die wir in unserem Ruhepol Schlafzimmer eher vermeiden wollen würden. Hier wollen wir abschalten, die Lebensgeister herunterfahren und die Spannung rausnehmen. Wird hier Energie aufgewirbelt, kann das für unruhigen Schlaf sorgen.

Für Durchschläfer kann man dabei vielleicht noch ein Auge zudrücken, aber Menschen, die nachts oft aufwachen, könnten mal die ein oder andere Nacht ohne Spiegel neben dem Bett ausprobieren und sehen, wie das ihrem Schlafverhalten bekommt. Auf große Spiegel sollte im Schlafzimmer aber allenfalls verzichtet werden.

Tipp: Ein zusätzlicher, wesentlicher Aspekt aus der Feng-Shui Lehre ist auch die richtige Himmelsausrichtung des Bettes. Nur dann soll es zum wohlfühlsamen Einklang im eigenen Schlafgemach kommen können.

Sich richtig sehen können

Aus der Sicht des Feng-Shui müssen Spiegel, die dazu da sind, sich selbst sehen zu können, so platziert sein, dass man das auch tatsächlich kann – und zwar ohne auf die Zehenspitzen steigen oder den Rücken oder die Knie krümmen zu müssen. Daran ist auch zu denken, wenn Kinder oder kleine Menschen den Spiegel nutzen wollen. Sich selbst sehen und wahrnehmen zu können, darf kein Hindernis darstellen.

Verzerrte Bilder

Feng-Shui hilft dabei, die Energien in gewünschte, harmonische Bahnen zu lenken. Werden die Energien aber verwirrend und abwegig abgelenkt, entstehen verzerrte Bilder und das Gleichgewicht kann gestört werden. Das ist bei unterbrochenen Spiegelflächen, wie Spiegelfliesen, oder blinden Spiegeln der Fall.

Nur regelmäßig gewölbte, konvexe oder konkave Spiegel, können die Energie wie gewünscht leiten. Konvexe Spiegel sind nach Außen gewölbt – streuen also (gute) Energie und verteilen sie im Raum. Konkave Spiegel sind demnach nach Innen gewölbt und sammeln Energie und behalten sie.

Energien kommen und gehen – auch durch Türen

Wie kann man aber verhindern bzw. bewirken, dass Energie kommt bzw. geht? Wie erwähnt, helfen die konkaven und konvexen Spiegeln dabei, besonders in der Nähe von Türen. Manche Nebenräume zum Beispiel liegen recht ungünstig, wenn es um die Verteilung der Energie im Wohnraum geht. Dagegen können kleine runde Spiegel oder andere spiegelnde Flächen an den Türen angebracht werden.

Gegenüber von Türen ist Vorsicht geboten, besonders, wenn es um Eingangstüren oder Türen gegenüber einer langen Diele geht. Direkt gegenüber von Eingangstüren werden nämlich eintretende Personen durch ihr Spiegelbild im ersten Moment abgeschreckt, weil sie es nicht erwarten, dass sie auf sich selbst zugehen. Ein Spiegel am Ende des Flurs streckt den Vorraum optisch und bildet einen unangenehmen Tunneleffekt.

Wenn wir uns schon im Vorraum befinden: Auch bei Treppenabsätzen können Spiegel sehr irritierend wirken und mitunter sogar zu Stürzen von der Treppe führen.

bā guà, oder die Acht Trigramme

Abschließend noch ein wenig Feng-Shui Theorie: Es hält sich nämlich eine hartnäckige Diskussion rund um den Bagua-Spiegel und dessen Wirkung. Er hat eine achteckige Form und jede Seite steht für einen eigenen Aspekt: Feuer, Erde, See, Himmel, Wasser, Berg, Donner und Wind. Diese können dann auch gewissen Konzepten zugeordnet werden, wie die oben genannten Familie, Ruhm, etc.

In der Mitte befindet sich die Einheit der Acht: Tai Chi. Diese Symbolik wurde offenbar vor einigen Jahrtausenden zu Spiegeln gefertigt, die zu rituellen, spirituellen Zwecken verwendet wurden. Heute werden sie mitunter industriell hergestellt, um als dekoratives Wohnaccessoire zu dienen. An der Wirkung der heutigen Spiegel wird daher zum Teil stark gezweifelt.