| 11:03 Uhr

Fußball
Die unglücklichsten Trainer aller Zeiten!

Saarbrücken. Fußball ist ein Spiel voller Emotionen. Während der 90 Minuten die ein Spiel dauert, fiebern wir mit, sind nervös, traurig, freuen uns, sind wütend oder aufgeregt. Doch dies gilt natürlich nicht nur für den Zuschauer, sondern auch für den Trainer. Bei ihm kommt allerdings noch eine weitere Komponente hinzu, nämlich die, dass es bei dem entsprechenden Spiel auch durchaus um seinen Job gehen kann.

Dabei ist er nicht immer unbedingt der schuldige an der Misere auf dem Platz. Denn bei aller Taktikverliebtheit, guter Vorbereitung und dem absoluten Einfühlvermögen ist es manchmal eben einfach nur Glück, dass über den Ausgang eines Spieles entscheidet. Da können die Quoten noch so gut stehen. Deshalb werfen wir einmal einen Blick auf die Liste der größten Pechvögel aller Zeiten.



Ob nun beim Fußball, bei anderem Sportarten oder bei anderen Tätigkeiten des Lebens, manchmal braucht der Mensch einfach nur ein wenig Glück. Das haben sich sicher auch schon einige Trainer gedacht, die entlassen wurden nachdem das Team, dass sie gerade betreuten eigentlich ganz gut gespielt hat.

Dabei gibt es verschiedene Situationen die ein Coach einfach nicht unter Kontrolle hat. So kann es zum Beispiel zu Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern kommen, die einem ja unter anderem Titel kosten können. Noch ärgerlicher ist es natürlich wenn es sich dabei um den WM Titel handelt. Ein Lied davon singen konnte der leider bereits verstorbene Trainer Helmut Schön. Dieser saß nämlich im Jahr 1966 während des berühmten Wembley Tores auf der Bank. Im Finale dieser schoss der Engländer Geoff Hurst aus kurzer Distanz an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball auf die Torlinie sprang, bevor Wolfgang Weber ihn ins aus köpfte. Der Schiedsrichter entschied zunächst auf Ecke, nach Absprache mit dem Linienrichter dann aber doch auf Tor. Wie mehrere Untersuchungen in Nachgang zeigen, war diese Entscheidung leider falsch und kostete die deutsche Nationalmannschaft und eben auch Helmut Schön den möglichen Titel.

Ebenfalls ein deutscher Trainer der zu den großen Pechvögeln zählt ist Jürgen Klopp. Denn so erfolgreich er in Mainz und Dortmund auch war und durchaus auch derzeit mit Liverpool ist, hat er doch zu viele Silbermedaillen im Schrank, wie er vor dem Europa League Finale 2016 ja selber sagte. Klopp scheint sein Glück nämlich stets im Falle einer Finalteilnahme zu verlassen. Hat er doch von sechs möglichen Cup-Titeln nur einen gewinnen können.

Auch José Mourinho hat sich schon selbst als Pechvogel bezeichnet. Nimmt der Trainer dies gern mal daher um sich mit den von ihn ungeliebten Schiedsrichtern anzulegen, scheint er zumindest in der Saison 2016/17 doch recht gehabt zu haben. Liegen uns leider keine Statistiken zu Fehlentscheidungen vor, hatte Manchester United zumindest doch mit 16 Pfosten und Lattentreffern die meisten der Liga. Einen weiteren Spitzenwert erreichte das Team mit ganzen 78 Abseitsstellungen und das diese nicht alle auch wirklich welche waren, ist wohl unbestritten.

Wer denn nun wirklich der größte Pechvogel unter den Trainern ist, muss sicher jeder für sich selbst entscheiden und sicher gibt es auch noch hunderte Schlüsselmomente in Spielen die hier nicht aufgezählt wurden, Tatsache aber ist, dass der Erfolg nicht immer in unserer eigenen Hand liegt. Manchmal braucht der Mensch beziehungsweise der Trainer einfach nur eine gute Portion Glück.