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Finanzen
Die drei erfolgreichsten Kryptowährungen

Saarbrücken. Seit ungefähr zehn Jahren sind Kryptowährungen ein viel diskutiertes Thema. Nicht ganz unbeteiligt daran ist sicherlich auch der Erfolg von Bitcoin (BTC). Mittlerweile macht die digitale Währung immer wieder wegen ihrer Kursachterbahnfahrten Schlagzeilen. Selbst Börsenexperten sind sich nicht einig. Handelt es sich bei Bitcoin um eine Blase, die bald platzen wird, oder ist das digitale Geld eine wahre Goldmine? Eine Sache ist jedoch eindeutig. Nach dem Durchbruch von Bitcoin konnten sich auch noch viele weitere Kryptowährungen auf dem Markt etablieren.

Was ist Bitcoin?


Anders als Währungen, die wir im Portemonnaie mit uns herumtragen, existieren Kryptowährungen wie Bitcoin nur in der digitalen Welt. Seine Coins kann man sich mit seinem Smartphone auf ein Konto, auch “Wallet” genannt, laden. Wie der Wortteil “krypto” bereits verrät, sind diese Wallets verschlüsselt. Jede Transaktion, die man mit Bitcoin tätigt, wird anonym in einem Register festgehalten, der sogenannten Blockchain. Diese ist für jeden öffentlich zugänglich. Zudem ist Bitcoin ein dezentrales Zahlungsmittel. Es gibt keine Bank, die die Währung verwaltet, Rahmenbedingungen festlegt oder in Prozesse eingreift. Stattdessen kontrolliert das System sich selbst. Jede neue Transaktion baut auf einer früheren auf, sodass eine manipulierte Kopie der Blockchain sofort auffallen würde. Es ist vor allem diese Blockchain-Technologie, die sich viele der anderen Kryptowährungen zunutze machen.

Welche anderen Kryptowährungen gibt es außerdem noch?

Bitcoin ist die meist gehandelte Kryptowährung der Welt, gefolgt von Ether-Tokens (ETH). Ether-Tokens sind Teil von Ethereum, einer universell programmierbaren Plattform, mit der Smart Contracts abgewickelt werden können. Ethereum basiert wie auch Bitcoin auf der Blockchain-Technologie. Man könnte damit zum Beispiel ganz leicht ein soziales Netzwerk wie Twitter oder Facebook programmieren. Es gäbe jedoch keine zentrale Verwaltungsstelle, wie zum Beispiel das Facebook-Hauptquartier, stattdessen besitzt jeder Nutzer ein kleines Stückchen des Netzwerks. Ether-Tokens können also als LKWs, mit denen man Informationspakete versendet, angesehen werden. Sie sind eine Art Zahlungsmittel für Rechenleistung.



Auf Platz drei der Liste der meist genutzten Kryptowährungen steht Ripple (XRP), wobei diese Währung sich in einigen grundlegenden Dingen von Bitcoin und Co. unterscheidet. Während Bitcoin nämlich vollkommene Unabhängigkeit von finanziellen Institutionen wie Banken anstrebt, arbeitet Ripple mit ihnen zusammen, um schnelle, internationale Transaktionen gewährleisten zu können. Für Anleger könnte eine Investition in XRP deshalb eine interessante Alternative zu Bitcoin sein. In der Finanzbranche erfreut sich Ripple auf jeden Fall bereits großer Beliebtheit. Santander und American Express haben sich bereits für eine Zusammenarbeit entschlossen. Jetzt hat sich auch Überweisungsspezialist Moneygram dazu entschieden, einen Testlauf mit Ripple zu wagen. Ripple ist nämlich nicht nur schnell, sondern man kann auch Dollar, Euro und andere Werte überweisen.

Es gibt jedoch noch zahlreiche weitere Kryptowährungen. Nennenswert wären unter anderen Cardano, Litecoin, Nem und Dash, die alle ebenfalls auf der Blockchain-Technologie basieren. Blockchain ist die eine Sache, die fast alle Kryptowährungen gemeinsam haben. Die dezentrale Technologie revolutioniert viele Business-Bereiche, da sie große Mengen an Daten schützt, eine leichte Verifizierung von Datenbezugspunkten ermöglicht und sich Daten unternehmensübergreifend sammeln und analysieren lassen. Unternehmen können dadurch unter Umständen extrem viele Kosten sparen. Kryptowährungen sind also nicht nur praktisch und schnell, sie werden dank ihrer Technologie auch unsere Zukunft maßgeblich mitgestalten.