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Wohnen
Der berufsbedingte Umzug ins Saarland

FOTO: CC0 / Pixabay
Saarbrücken. Ein Umzug wegen des Jobs ist oft mit Eingewöhnungsschwierigkeiten verbunden. Nicht so ein Umzug ins Saarland: Wir sind von Natur aus offen und kommunikativ. Und an unserem Leitspruch "Hauptsach' gudd' gess, geschafft ham mir schnell" lässt sich erkennen, dass wir ein geselliges, genussfreudiges Völkchen sind, das viel von der so wichtigen Work-Life-Balance hält.

Das Saarland punktet zudem mit deutschlandweit konkurrenzfähigen Gehältern, niedrigen Lebenshaltungskosten und günstigen Mieten. Was zukünftige Arbeitnehmer beim Umzug ins Saarland sonst noch so beachten sollten.


Die Wohnungsfindung

  • Ist der Jobwechsel unter Dach und Fach, sollte man sich Gedanken über die eigenen Wünsche bezüglich der neuen Wohnung machen:


  • Wo soll die Wohnung liegen? Zentral, im Grünen, in der Nähe des Arbeitsplatzes, mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar?
  • Welche Einrichtungen sollen sich in der Nähe befinden? Einkaufsmöglichkeiten, Sportmöglichkeiten, Schule, Kindergarten, Restaurants, Apotheken?
  • Wie groß soll die Wohnung sein? Welche Ausstattung soll sie haben? In welchem Stock soll sie liegen?
  • Welches Budget steht für die Wohnung zur Verfügung?

Viele Leute finden ihre Traumwohnung heutzutage online über Internetportale wie Immonet, Immobilienscout oder Immowelt. Oft lohnt sich aber auch die Suche in Zeitungsinseraten. Vielleicht haben Freunde, Bekannte oder die Familie wertvolle Informationen über freie Wohnungen. Gerade bei einem Umzug in eine neue Stadt kann aber auch der Arbeitgeber bei der Wohnungssuche behilflich sein. Nachfragen schadet nicht - ganz nach dem saarländischen Motto "Isch kenn do enner, der enner kennt".

Vorüberlegungen beim Umzug

Damit der Umzug dann reibungslos vonstattengeht, sind weitere Vorüberlegungen nötig. Viele Arbeitnehmer müssen zum Beispiel für ihren Umzug Urlaub einreichen. Einige Arbeitgeber bieten ihren Angestellten Sonderurlaub für den Umzug an.

Mit einem Umzugsunternehmen umzuziehen ist deutlich komfortabler, als alles in Eigenregie zu organisieren. Natürlich sollte man mehrere Angebote einholen. Seriöse Anbieter erkennt man unter anderem an einer transparenten Auflistung aller Kosten im Kostenvoranschlag. Umzugsunternehmen, die sich vorab persönlich einen Überblick über das Umzugsgut verschaffen, wirken vertrauenswürdiger als solche, die am Telefon ein Pauschalangebot abgeben. Das Unternehmen sollte zudem idealerweise in einem Verband, etwa dem Bundesverband Möbelspedition (AMÖ) oder der Deutschen Möbelspedition (DMS) organisiert sein.

Die Checkliste: Bloß nichts vergessen!

Trotz aller Bequemlichkeit beim Umzug mit einem Umzugsdienstleister lassen sich manche Aufgaben nicht so einfach delegieren. Vielen Menschen hilft eine ausgedruckte Umzugscheckliste, um im Umzugsstress nichts zu vergessen. Unter anderem sollte man an folgende Punkte denken:

  • Idealerweise sollte man die Wohnungskündigung und den Umzug so planen, dass keine doppelten Mietzahlungen aufgrund der Kündigungsfrist geleistet werden müssen. Ist der Umzug wegen eines abrupten Jobwechsels nötig, sollten Betroffene mit ihrem bisherigen Vermieter sprechen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine frühzeitige Beendigung des Mietverhältnisses möglich. Einen gesetzlichen Anspruch darauf gibt es in der Regel aber nicht.
  • Gegen entsprechende Bezahlung kann auch das Umzugsunternehmen das Packen der Umzugskartons übernehmen. Im Normalfall ist man hierfür aber selbst verantwortlich und sollte möglichst frühzeitig damit beginnen. Wichtige Gegenstände, die in der neuen Wohnung sofort wieder gebraucht werden, sollten zum Schluss eingepackt werden.
  • Umziehende sollten rechtzeitig ihre Versicherungen, das Telefon und Internet auf die neue umschreiben. Bei Telefon und Internet ist manchmal sogar ein Anbieterwechsel nötig.
  • Der Abschluss eines Nachsendeauftrags ist oft sinnvoll. So wird die Post ohne großen Aufwand gleich an die neue Adresse umgeleitet.

Nach dem Umzug ist noch die An- beziehungsweise Ummeldung beim Einwohnermeldeamt und eventuell beim Straßenverkehrsamt (PKW) nötig. In Saarbrücken finden Neubürger auf der Website der Stadt viele relevante Informationen.

Menschen, die wegen eines Jobwechsels umziehen, können unter Umständen viele Kosten des Umzugs steuerlich absetzen. Das reicht von Transportkosten über Maklergebühren bis hin zu Nachhilfeunterricht für Schulkinder. Einen guten Überblick über absetzbare Kosten beim berufsbedingten Umzug bietet dieser Artikel von Finanztip.