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Zypries will Vormundschaftsrecht reformieren

Zypries will Vormundschaftsrecht reformieren

Berlin. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) will durch eine Reform des Vormundschaftsrechts den Kinderschutz in Deutschland verbessern. "Es rüttelt auf, wenn ein vernachlässigtes Kind an Unterernährung stirbt oder ein behindertes Kind jahrelang versteckt gehalten wird", sagte die SPD-Politikerin gestern

Berlin. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) will durch eine Reform des Vormundschaftsrechts den Kinderschutz in Deutschland verbessern. "Es rüttelt auf, wenn ein vernachlässigtes Kind an Unterernährung stirbt oder ein behindertes Kind jahrelang versteckt gehalten wird", sagte die SPD-Politikerin gestern. Die Justizministerin kündigte an, dem Bundeskabinett heute den Bericht einer Arbeitsgruppe mit Empfehlungen für eine Verbesserung des Kinderschutzes vorzulegen. Besonders wichtig sei eine Reform des Vormundschaftsrechts, fügte Zypries hinzu. Bislang sei ein Amtsvormund für 60 bis 120 Kinder zuständig, weshalb keine persönliche Beziehung entstehen könne. "Das müssen wir ändern, etwa durch gesetzliche Vorgaben zum persönlichen Kontakt." Die Einzelvormundschaft solle gestärkt, Amtsvormünder entlastet werden. afp