Zehnmal mehr mittelradioaktiver Atommüll in der Asse

Hannover. Im maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel lagern zehnmal mehr Fässer mit mittelradioaktivem Abfall als angenommen. Das geht aus der am Freitag bekanntgewordenen Abschlusserhebung des früheren Asse-Betreibers hervor. Damit steigt auch das Risiko bei der geplanten Räumung des alten Salzbergwerks

Hannover. Im maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel lagern zehnmal mehr Fässer mit mittelradioaktivem Abfall als angenommen. Das geht aus der am Freitag bekanntgewordenen Abschlusserhebung des früheren Asse-Betreibers hervor. Damit steigt auch das Risiko bei der geplanten Räumung des alten Salzbergwerks. Unter Tage liegen dort insgesamt rund 126 000 Fässer mit schwach und mittelradioaktivem Abfall. Das Bundesamt für Strahlenschutz erklärte: "Der Bericht dokumentiert die Diskrepanz zwischen den Angaben der damaligen Abfallanlieferer und den wirklichen Inhalten der Fässer." Die Dokumentation helfe, bei Bergung der Fässer die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Möglicherweise werde der Schutz der Mitarbeiter bei den Arbeiten unter Tage jetzt noch schwieriger, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums. Am Donnerstag hatte das BfS mit Vorarbeiten für die geplante Räumung der Grube begonnen. Das Bergwerk ist stark einsturzgefährdet, von außen dringt Wasser ein. dpa

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