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„Wir brauchen starke Nerven und Geduld“

„Wir brauchen starke Nerven und Geduld“

Die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen könnten wegweisend für die FDP werden. Fliegt die Partei auch dort aus den Parlamenten? SZ-Korrespondent Hagen Strauß sprach mit FDP-Chef Christian Lindner.

Herr Lindner, wie tot ist die FDP ?

Lindner: Die FDP ist in der Phase einer geistigen Neugründung. Bislang kämpfen wir erstens noch gegen das Bild der alten FDP , die 2013 abgewählt wurde. Wir stehen zweitens im Wettbewerb mit einer großen Koalition, die populäre Wahlgeschenke verteilt, deren Kosten noch nicht zu spüren sind. Wirtschaftliche Vernunft als unser Kernanliegen ist also aktueller denn je. Es fehlen uns aber die öffentlichen Bühnen. Mit den Möglichkeiten von Gregor Gysi ginge es schneller, so brauchen wir starke Nerven und Geduld.

In Sachsen , Thüringen und Brandenburg wird bald gewählt. Sind das Schicksalswahlen für die FDP ?

Lindner: Es geht bei den Wahlen nicht um das Schicksal der FDP . Das sind Schicksalswahlen beispielsweise für Sachsen , wo sich der weitere Weg des Landes entscheidet. Sachsen steht bei der Bildung, bei den öffentlichen Finanzen und bei der Dynamik des Arbeitsmarktes sehr gut da. Damit das so bleibt, muss die FDP stark sein.

Warum wird die FDP überhaupt noch benötigt?

Lindner: Weil wir uns als Deutsche nicht in den Status Quo verlieben können. Mir persönlich geht es gehörig gegen den Strich, dass sich durch die große Koalition ein Zeitgeist der Selbstzufriedenheit über das Land gelegt hat. Die Grundlagen unseres Erfolges sind aber die Innovationskraft, die Leistungsfreude und die Zukunftsorientierung. Das ist alles in die Defensive geraten. Diese Botschaften sehe ich unverändert nur bei der FDP beheimatet.

Sie sehen in der AfD keine also Konkurrenz?

Lindner: Nein, das ist ein Partei, die rechts von der CDU positioniert ist - wenn überhaupt. Wir wollen Marktwirtschaft und Modernität verbinden, weil wir von der Zukunft etwas Positives erwarten. Die AfD ist dagegen eine Partei, die Angst vor morgen hat.

Das vollständige Interview lesen Sie auf www.saarbruecker-zeitung.de/berliner-buero