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„Wir alle verfolgen das gleiche Ziel“

„Wir alle verfolgen das gleiche Ziel“

Annegret Kramp-Karrenbauer gehört zu Verfechterinnen eines liberalen Kurses in der Flüchtlingspolitik. Mit der Saar-Ministerpräsidentin sprach SZ-Korrespondent Werner Kolhoff.

Ist der Streit um die Flüchtlingspolitik in der CDU ausgestanden?

Kramp-Karrenbauer: Wir alle verfolgen das gleiche Ziel: Wir wollen die Zahlen reduzieren. Und wir unterstützen die Kanzlerin dabei, das auf europäischer und internationaler Ebene zu erreichen.

Aber in den Landkreisen und Kommunen rumort es weiter, weil dort die Probleme ankommen.

Kramp-Karrenbauer: Es ist klar, dass auf die Kommunen große Anstrengungen zukommen, vor allem bei der längerfristigen Integration der Flüchtlinge. Deswegen werden wir auch mit dem Bund noch einmal über die finanzielle Unterstützung der Kommunen reden müssen.

Statt "Obergrenze" heißt es im Leitantrag: den Zustrom verringern. Wie schnell muss das gelingen?

Kramp-Karrenbauer: Wir können hier keinen Zeitraum nennen, zumal ein Teil der Maßnahmen nur in Europa und mit Partnern außerhalb Europas erfolgen kann, etwa der Türkei. Sicher wird das alles nicht von heute auf morgen wirken. Das muss man auch ehrlich sagen.

Der Bruch mit der CSU ist nicht gekittet. Wie kommen die Schwesterparteien wieder zusammen?

Kramp-Karrenbauer: Bei den europäischen und internationalen Maßnahmen sind sich CDU und CSU durchaus einig. Es gibt Streit um die Frage der Obergrenzen, um die nationalen Maßnahmen an den Grenzen. Wir haben aber auch auf anderen Feldern schon erlebt, dass CDU und CSU unterschiedliche Positionen in Einzelfragen aushalten. In den Ministerpräsidentenkonferenzen arbeiten wir im Übrigen auch in der Flüchtlingsfrage sehr eng zusammen.

Lesen Sie das ganze Interview auf www.saarbruecker-zeitung.de/berlinerbuero