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Wie sich Kirchen in Europa finanzieren

Wie sich Kirchen in Europa finanzieren

Mitglieder zahlen: Diese Lösung gibt es außer in Deutschland auch in der Schweiz, in Österreich, Dänemark und Schweden. In der Bundesrepublik zieht der Staat über die Finanzämter Steuern von Kirchenmitgliedern ein. Die Einnahmen gibt er an die Kirchen weiter, lässt sich diesen Service aber mit zwei bis vier Prozent des Steueraufkommens vergüten

Mitglieder zahlen: Diese Lösung gibt es außer in Deutschland auch in der Schweiz, in Österreich, Dänemark und Schweden. In der Bundesrepublik zieht der Staat über die Finanzämter Steuern von Kirchenmitgliedern ein. Die Einnahmen gibt er an die Kirchen weiter, lässt sich diesen Service aber mit zwei bis vier Prozent des Steueraufkommens vergüten. Den Steuerservice können allerdings nur Kirchen nutzen, die als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt sind. In Frankreich oder den Niederlanden, wo es keine Kirchensteuer gibt, finanzieren sich die Kirchen ebenfalls fast ausschließlich durch ihre Mitglieder, zum Beispiel durch Spenden.Staatliche Finanzierung: Der Staat unterhält die Kirche. Dieses System gibt es in Belgien, Griechenland und Norwegen.

Mandats- und Kultussteuer: Für diese Lösung haben sich Italien und Spanien entschieden. Steuerpflichtige können selbst entscheiden, ob ein Teil ihres Einkommens der Kirche zufließen oder dem Staat für soziale Zwecke zur Verfügung stehen soll.

Eigene Ressourcen: In Großbritannien besitzen die beiden Staatskirchen Immobilien, Wertpapiere und andere Vermögenswerte, aus deren Erträgen sie ihre Ausgaben bestreiten. Dazu kommen Einnahmen aus Kollekten. In Portugal gehört dem Klerus rund ein Fünftel des Grund und Bodens. dpa