Wie die Polizei Internetnutzer informierte

Wie die Polizei Internetnutzer informierte

Noch vor einigen Jahren hätte die Polizei in Extremlagen erst mal per Fax die Nachrichtenredaktionen informiert. Inzwischen wendet sie sich auch direkt an die Bürger. Dank der Sozialen Medien können die direkt auf dem Smartphone die Terrorwarnung sehen - und schnell reagieren.

Die Münchner Polizei nutzte die Sozialen Medien in der Silvesternacht besonders intensiv - und bekam dafür viel Lob aus dem Netz. "Aktuelle Hinweise, dass in #München ein Terroranschlag geplant ist. Bitte meidet Menschenansammlungen und die Bahnhöfe Hauptbahnhof + Pasing", stand im ersten Tweet am Silvesterabend. Mehr als 4000 Mal wurde die Nachricht geteilt. Es folgte: "Wir halten Euch über die aktuelle Lage auf dem Laufenden!" Daraufhin habe sich die Zahl der Follower auf Facebook und Twitter in der Silvesternacht etwa verdoppelt, sagt der Münchner Polizeisprecher Wolfgang Behr. "Wir wollen in erster Linie die Bürger informieren, erhoffen uns aber auch Verständnis für die polizeilichen Maßnahmen", sagt Polizeisprecher Behr. In der Silvesternacht übersetzte die Pressestelle die wichtigen Tweets sogar in mehrere Sprachen.