Westerwelle warnt Iran vor Spiel auf Zeit im Atomstreit

New York. Außenminister Guido Westerwelle hat den Iran aufgefordert, im Streit um sein Atomprogramm einzulenken und nicht länger auf Zeit zu spielen. "Die Lage ist ernst, sehr ernst", sagte er vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Auf die Forderung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach einer "roten Linie" für Teheran ging er nicht näher ein

New York. Außenminister Guido Westerwelle hat den Iran aufgefordert, im Streit um sein Atomprogramm einzulenken und nicht länger auf Zeit zu spielen. "Die Lage ist ernst, sehr ernst", sagte er vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Auf die Forderung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach einer "roten Linie" für Teheran ging er nicht näher ein. Die fünf UN-Veto-Mächte und Deutschland setzen im Atomstreit weiter auf eine diplomatische Lösung.

Nach dem dramatischen Auftritt von Netanjahu vor der UN-Vollversammlung drohte Teheran mit massiver Vergeltung für den Fall eines Angriffs auf den Iran. Sein Land sei "stark genug, sich selbst zu verteidigen", sagte der iranische Vize-UN-Botschafter Eshagh al-Habib. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Atombombe zu arbeiten.

Westerwelle warb in seiner Rede vor der Vollversammlung auch für einen ständigen deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat geworben. Der Rat müsse an die "Welt von heute" angepasst werden, sagte Westerwelle am Freitag in seiner Rede in New York. "Wir sind (...) bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen." Deutschland ist im wichtigsten UN-Gremium nur noch bis zum Jahresende als nicht-ständiges Mitglied dabei. dpa/afp

Foto: Hoppe/dpa

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