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Weniger Störfälle in deutschen Atomkraftwerken

Weniger Störfälle in deutschen Atomkraftwerken

Berlin. In den deutschen Atomkraftwerken hat es im vergangenen Jahr 118 meldepflichtige Störfälle gegeben. 106 Zwischenfälle wurden aus den in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken gemeldet, zwölf aus den stillgelegten

Berlin. In den deutschen Atomkraftwerken hat es im vergangenen Jahr 118 meldepflichtige Störfälle gegeben. 106 Zwischenfälle wurden aus den in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken gemeldet, zwölf aus den stillgelegten. Das geht aus Erhebungen des Bundesamtes für Strahlenschutz und aus einem Schreiben von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel an den Umweltausschuss des Bundestages hervor, das unserer Zeitung vorliegt.Demnach gab es allein in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres 29 meldepflichtige Ereignisse. Bei keinem traten laut Gabriel jedoch "Ableitungen radioaktiver Stoffe oberhalb genehmigter Höchstwerte" auf. Zwei Fälle seien nach der Kategorie "Eilmeldung" übermittelt worden, am 1. Oktober vom Kernkraftwerk Grafenreinfeld, am 20. Dezember vom Atomkraftwerk Biblis, Block A. Dort war laut Gabriel beim Prüfbetrieb einer Sicherheitseinspeisepumpe des Not- und Nachkühlsystems eine Leckage an einer Druckentlastungsleitung aufgetreten. Ursache waren Schwingungen der Leitung infolge des schnellen Öffnens und Schließens eines Überströmventils. Ereignisse der Kategorie "Sofortmeldung" wurden nicht verzeichnet. Insgesamt gab es allerdings 2007 zwölf Störfälle weniger als noch ein Jahr zuvor: 2006 verzeichnete das Bundesamt für Strahlenschutz 130 gemeldete Zwischenfälle. has