Was prominente Briten über Europa denken

Die Brexit-Debatte beschäftigt alle, auch die Prominenten. Eine kleine Auswahl und ein paar Stimmen von Gegnern und Befürwortern:

Sie kämpfen für den Verbleib:

Stephen Hawking : Der Astrophysiker setzt den Brexit mit einer "Katastrophe für die Wissenschaft im Vereinigten Königreich" gleich. Seit Wochen betont er die Vorteile der EU für die Forschung. So empfängt Großbritannien nach Deutschland die meisten Gelder aus Fördertöpfen.

Keira Knightley : Die Schauspielerin wandte sich in einem Video, in dem sie vorgibt, sich für eine Preisverleihung vorzubereiten, vor allem an junge Wähler: "Es dauert fünf Sekunden, das perfekte Preisträgergesicht zu üben." Und es dauere nur fünf Sekunden, ein Kreuz auf dem Stimmzettel zu setzen. "Fünf Sekunden, um andere davon abzuhalten, mit eurer Zukunft Mist zu bauen." Junge Menschen gelten als pro-europäischer, bleiben aber häufiger Wahlen fern.

Richard Branson : Für den Gründer der Virgin-Gruppe würde ein Brexit das Land zurück in die Vergangenheit führen. "Ich bin alt genug, um mich an die Zeiten zu erinnern, bevor wir Teil Europas waren, und diese Tage waren sehr unfreundliche Tage." Wenn der Starunternehmer Musik nach Frankreich oder Deutschland exportieren wollte, kostete das 40 Prozent Steuern. Er befürchtet einen Gegenschlag aus Brüssel. "Ich kann nicht erkennen, warum die EU nett zu uns sein sollte, wenn wir sie verlassen."

Sie unterstützen den Brexit:

Elizabeth Hurley: Die 51-Jährige, Model und Schauspielerin, meldete sich via Twitter zu Wort: "Wenn es bedeutet, wir können dahin zurück, ordentliche Glühbirnen zu benutzen sowie leistungsstarke Haarföhne und Staubsauger, falls wir das wollen, dann schließe ich mich ganz sicher dem Brexit-Lager an."

Bernie Ecclestone : Der "Mister Formel 1" kritisierte die Europa-Abgeordneten: Es sei "verrückt", Menschen, "die sonst nirgends einen Job bekommen", darüber entscheiden zu lassen, was dieses Land machen solle. Damit nicht genug: "Ich weiß, was wir Europa geben, aber nicht, was es uns zurückgibt." Die Brexit-Befürworter kokettieren, man überweise pro Woche 350 Millionen Pfund an Brüssel - eine Zahl, die jedoch nicht den Beitragsrabatt von fast 100 Millionen sowie Subventionen berücksichtigt.

Roger Daltrey : Der "The Who "-Sänger attackierte die EU als "undemokratisch". Sie sei von "einem Haufen Gauner" gegründet worden. Zudem sieht die Rocklegende Einwanderung als großes Problem. Damit steht er nicht alleine da: Die massive Zuwanderung der vergangenen Jahre ist das schlagendste Argument der Brexit-Befürworter.

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