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Was der Weltkonzern Villeroy & Boch der Kohle zu verdanken hat

Was der Weltkonzern Villeroy & Boch der Kohle zu verdanken hat

Mettlach. Die Blüte der Keramik-Industrie im 19. Jahrhundert und die Entstehung des weltweit erfolgreichen Keramik-Konzerns Villeroy & Boch wäre ohne die Kohle nicht möglich gewesen. Denn Holzkohle wurde bei einer wachsenden Keramik-Industrie zur Mangelware. Nicolas Villeroy (1749 bis 1853) war einer der ersten Unternehmer, der Kohle als Brennstoff einsetzte

Mettlach. Die Blüte der Keramik-Industrie im 19. Jahrhundert und die Entstehung des weltweit erfolgreichen Keramik-Konzerns Villeroy & Boch wäre ohne die Kohle nicht möglich gewesen. Denn Holzkohle wurde bei einer wachsenden Keramik-Industrie zur Mangelware. Nicolas Villeroy (1749 bis 1853) war einer der ersten Unternehmer, der Kohle als Brennstoff einsetzte. Er hatte deshalb seine Steingut-Manufaktur bereits 1791 von Frauenberg (bei Saargemünd) nach Wallerfangen verlagert. 1798 erwarb er die Förderkonzession für die benachbarte Grube Hostenbach, um das begehrte Steingut auch weiterhin zu wettbewerbsfähigen Preisen brennen zu können.Zunächst war die Kohle nur dazu geeignet, die Hitze für den ersten Brand zu liefern. Für den Glasurbrand benötigte man immer noch Holz. Aber dieses technische Problem löste der in Paris ausgebildete Unternehmer Jean-François Boch (1782 bis 1858), der in Mettlach eine Steingut-Manufaktur betrieb. 1836 schlossen sich die Konkurrenten Villeroy und Boch zusammen, um auf dem europäischen Markt und vor allem gegen die Dominanz der englischen Industrie bestehen zu können. Es war die Geburtsstunde von Villeroy & Boch, einem saarländischen Vorzeige-Konzern, der heute weltweit rund 8700 Mitarbeiter beschäftigt und in 125 Ländern vertreten ist. low

Foto: V&B

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