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Wahlmänner in den Bundesstaaten bestimmen Obama zum Präsidenten

Wahlmänner in den Bundesstaaten bestimmen Obama zum Präsidenten

Washington. In den USA sind gestern in den 50 Bundesstaaten insgesamt 538 Wahlmänner und -frauen zusammengekommen, um die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten formal zu besiegeln. Sechs Wochen nach dem Urnengang vom 4. November traten die Wahlleute in den Hauptstädten der Bundesstaaten zusammen, um den neuen Präsidenten zu bestimmen

Washington. In den USA sind gestern in den 50 Bundesstaaten insgesamt 538 Wahlmänner und -frauen zusammengekommen, um die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten formal zu besiegeln. Sechs Wochen nach dem Urnengang vom 4. November traten die Wahlleute in den Hauptstädten der Bundesstaaten zusammen, um den neuen Präsidenten zu bestimmen. Rein formal wird der US-Präsident nicht vom Volk, sondern von den Wahlleuten der verschiedenen Bundesstaaten gewählt.

Die Wahlleute sind gehalten, den Wahlergebnissen ihrer Bundesstaaten zu folgen, wobei der Sieger alle Stimmen der Wahlleute des jeweiligen Bundesstaats erhält. Rein formal und laut Verfassung könnten die Wahlleute auch anders stimmen, das ist aber in der Vergangenheit bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht vorgekommen.

Obama hatte am 4. November rund 53 Prozent der Stimmen gewonnen, sein republikanischer Gegenkandidat John McCain 46 Prozent. Wegen des föderalen Wahlsystems konnte aber Obama 365 Wahlmänner-Stimmen erringen, McCain nur 173. Es gibt in den USA seit Jahren eine Diskussion, das Jahrhunderte alte Wahlsystem zu ändern, weil dadurch nur einige wenige, besonders umkämpfte Schlüsselstaaten tatsächlich über den Wahlausgang entscheiden - und sich fast der gesamte Wahlkampf auf diese Bundesstaaten konzentriert.

Bei der Wahl am 4. November hat es die höchste Wahlbeteiligung seit den 60er Jahren gegeben. Über 130 Millionen Amerikaner gingen nach den noch immer nicht endgültigen Zahlen der Bundesstaaten zu den Urnen, was einer Wahlbeteiligung von mehr als 61 Prozent entspricht.

Der Rekord wurde 1960 erzielt, als bei der Wahl John F. Kennedys fast 64 Prozent der Wahlberechtigten abstimmten. dpa