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Waffenruhe in Berg-Karabach – „Minsk-Gruppe“ will vermitteln

Waffenruhe in Berg-Karabach – „Minsk-Gruppe“ will vermitteln

Vier Tage nach dem Wiederaufflammen der Kämpfe um die Kaukasusregion Berg-Karabach haben die Konfliktparteien die Waffen ruhen lassen. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium bestätigte gestern Mittag Angaben von Berg-Karabach, wonach beide Seiten nunmehr eine Feuerpause einhalten wollen.

Bei den schwersten Kämpfen in der Region seit über 20 Jahren waren zuvor Dutzende Menschen getötet worden.

In den kommenden Tagen soll eine internationale Vermittlungsmission starten. "Die militärischen Operationen sind um zwölf Uhr beendet worden", hieß es in der Erklärung des Verteidigungsministeriums in Baku . Zwischen Aserbaidschan und der abtrünnigen Region Berg-Karabach, die von Armenien unterstützt wird, schwelt seit Jahrzehnten ein Konflikt. In den vergangenen Tagen waren an der Grenze der Kaukasusregion Kämpfe aufgeflammt, in deren Verlauf 64 Menschen getötet wurden. Russland und der Westen riefen die Konfliktparteien umgehend zur Deeskalation und Einstellung der Kämpfe auf. In Wien war gestern ein Treffen der von Russland, Frankreich und den USA angeführten Minsk-Gruppe angesetzt, die sich seit Jahren für eine Lösung des Konflikts einsetzt. Auch Vertreter Armeniens und Aserbaidschans sollten daran teilnehmen.

Nach Angaben des französischen Außenministeriums wollen die drei Co-Vorsitzenden der Minsk-Gruppe, Pierre Andrieu, Igor Popow und James Warlick, in den kommenden Tagen eine Vermittlungsmission in der Region starten. Heute empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU ) den armenischen Präsidenten Sersch Sarkissjan im Kanzleramt. Der Konflikt um Berg-Karabach soll im Mittelpunkt der Gespräche stehen.